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18.03.2014, 19:37

Streit um Ausstellungsstück im Karl- May- Museum Radebeul

Karl-May-Museum

Nach 80 Jahren: Indianer wollen Skalp zurück




Der Stein des Anstoßes: Nach 80 Jahren wollen die Indianer den Skalp zurück

Angehörige des nordamerikanischen Ojibwa-Stammes haben einen Skalp
zurückgefordert, der sich seit mehr als 80 Jahren im Besitz des
Karl-May-Museums in Radebeul befindet.

In einem Brief verlangt der Stamm, dass der Skalp aus der Ausstellung
genommen und ihnen zurückgeschickt wird, da es sich um die Überreste
eines Vorfahren handelt, sagte Museumsdirektorin Claudia Kaulfuß am
Dienstag. Zuvor hatten bereits die „Bild”-Zeitung und die „Dresdner
Neuesten Nachrichten” darüber berichtet.

Sie verstehe die Aufregung nicht, sagte Kaulfuß. „Der Skalp liegt seit
Jahren in unserem Depot.” Der Künstler Patty Frank, aus dessen Sammlung
das Museum 1928 entstand, habe ihn dem Indianerstamm 1904 rechtmäßig
abgekauft.

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2

18.03.2014, 21:21

Rückgabe von "Ancestral Remains"

Jedes Völkerkundemuseum (weltweit) welches sich öffentlich "pro-indianisch" darstellt, sollte die "Größe" und das entsprechende
Verantwortungsbewusstsein gegenüber der indianischen Kultur besitzen, einem solchen Wunsch zu entsprechen.

Ich hoffe und vertraue darauf, dass das Karl - May Museum in diesem Falle sehr zeithahe die richtige Entscheidung treffen wird.

Anbei ein Link mit dem Brieftext der Ojibwa an das Karl - May Museum :

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en…_May_Museum.pdf

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old man

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18.03.2014, 23:26

Oh je, da wird ja gleich mit ganz großem Geschütz aufgefahren!

Wenn ich mir das Foto so betrachte, bin ich mir nicht sicher, welches der beiden Objekte denn nun gemeint ist.

Sollte das rechts gezeigte gemeint sein, bin ich mir nicht einmal sicher, ob es sich hier wirklich um einen echten Skalp handelt.
Und selbst wenn, dann dürfte es sich wohl kaum um einen solchen eines im Kampf getöteten Ojibwa-Kriegers handeln, denn da spricht das "Sonnentanz-Rad" dagegen. Diese sind eine Angelegenheit der Lakota.

Die Begründung für die angebliche Betroffenheit (beklagte Pietätlosigkeit) erscheint mir bei den geübten Kriegssitten der "Vorfahren" - egal welchen Stammes - doch sehr weit hergeholt.

Vielleicht sollte man dem Briefschreiber einmal empfehlen das Buch "Dreißig Jahre unter Indianern" von Tanner zu lesen. Dort werden die "rauhen Sitten" gerade der Ojibwa sehr gut beschrieben. Tanner lebte nämlich diese 30 Jahre unter ihnen, und hatte sich nicht gerade unwohl bei ihnen gefühlt. Im Gegenteil, er war einer von ihnen, machte ihre Kriegszüge mit, und erlebte mit ihnen die guten und die schlechten Zeiten.

old man
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Der Beitrag von »Bücherwurm« (19.03.2014, 00:12) wurde vom Benutzer »Bücherwurm« gelöscht (25.12.2014, 13:57).

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21.03.2014, 11:39

Repatriierung

Murray Small Legs ist ein Angehöriger der Peigan ( Blackfoot ) und kann somit nicht eine Repatriierung für eine andere indianische Nation einfordern. Davon abgesehen , momentan
ist mir nicht bekannt, zu welchem Zeitraum die Ojibwa ( Chippewa ) über den Verbleib dieser „Ancestral Remains“ im Karl – May – Museum informiert wurden bzw. Kenntnis darüber erlangten. Wie wir wissen, gibt es International immer wieder ähnliche Fälle. Natives erfahren oftmals eher zufällig vom Verbleib solcher Kulturgüter oder auch menschlicher Überreste
( Skelette, Schädel, Scalps usw. ) in öffentlichen Ausstellungen und fordern diese sodann oftmals zurück. Leider bietet das NAGPRA – Gesetz nur in den USA unter
bestimmten Vorraussetzungen eine rechtskräftige Basis.


Inzwischen gibt es zu diesem Streitfall International bereits zahlreiche Meldungen. Zumindest verbale Unterstützung erhielten die Ojibwa u.a. von Schauspieler Ralf Wolter
( hat den Sam Hawkins in den Winnetou – Filmen gespielt )


„Ich habe mich juristisch und geschichtlich mit dieser Sache noch nicht intensiv beschäftigt. Aber so viel steht fest. Wenn die Ansprüche der Indianer rechtens sind,
dann muss man ihnen ihr Haupthaar zurückgeben.“
( Rolf Wolter )


http://www.bild.de/unterhaltung/tv/karl-…11176.bild.html


Morning Star
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Der Beitrag von »Bücherwurm« (21.03.2014, 18:27) wurde vom Benutzer »Bücherwurm« gelöscht (25.12.2014, 14:00).

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22.03.2014, 11:04

Repatriierung

Hallo „Bücherwurm“

ich bemerke, dass wir zu diesem als auch vielen anderen indianischen Themen eine sehr differenzierte persönliche Meinung vertreten, aber ich will und werde hier keine „Endlosdiskussion“ starten.

In einem Punkt stimme ich dir zu – selbstverständlich muss hier von den Ojibwa der Nachweis erbracht werden, dass es sich hier wirklich um ein oder auch mehrere „Stücke“ der Ojibwa handelt. Ähnlich hat es ja z.B. auch Herr Wolter in seinem Statement erwähnt.


Ich glaube allerdings nicht, dass hier die Ojibwa „aus dem blauen Dunst heraus“ mal eben so von irgend einem Museum etwas zurück fordern, ohne dazu relevante Nachweise zu besitzen. Solches Vorgehen dürfte sowohl in den USA als auch in anderen Staaten kaum gelingen.

Nun, wir werden sehen, wie sich die Angelegenheit weiter entwickelt.

Eine Frage, die sich mir zum Erwerb des Skalpes stellt, ist der erwähnte „Kaufpreis“ von drei Flaschen Alkohol und 1100 US Dollar. Die Geldsumme erscheint mir ( ich betone noch einmal mir persönlich ) doch sehr hoch. Mir ist bekannt, welche monatlichen Summen zu dieser Zeit beispielsweise an die Mitwirkenden der Buffalo Bill Wild West Show ausgezahlt wurden, ferner lag der durchschnittliche Jahresverdienst eines normalen Arbeiters in den USA im Jahr 1905 zwischen 200 und 400 US - Dollar.

Gerade um die Jahrhundertwende ( 1900 ) hatte die indianische Kultur aufgrund der USA – Politik ihren Tiefpunkt erreicht, es ist sehr wohl bekannt, dass gerade in dieser Zeit oftmals ein schamloser Ankauf jeglicher indianischer „Güter“ von Seiten weißer Sammler erfolgte, oftmals für Spottpreise. ( Möglicherweise existiert ja für diesen „Ankauf“ noch eine schriftliche Bestätigung oder Quittung, bislang ist mir darüber nichts bekannt )

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27.03.2014, 19:55

Artikel von Indiancountrytodaymedianetwork

Anbei ein Artikel von Indiancountrytodaymedianetwork vom 25. März

http://indiancountrytodaymedianetwork.co…-germany-154152

Im Gegensatz zu vorherigen deutschen Artikeln beleuchtet dieser Artikel einmal die Vorgeschichte dieser Rückforderung, gleichzeitig zeigt der Artikel auf, dass auch andere Stämme involviert sind.

Wie schon anderen Artikeln zu entnehmen war, planen die Ojibwa offensichtlich eine Protestaktion für das kommende Karl - May - Festival, Ende Mai .

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hugo

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28.03.2014, 13:25

hm, ....

... das Karl May Fest hat mit dem Karl May Museum nichts zu tun, nur das beides in Radebeul ist. Gut Proteste kann man überall machen.

Und Herr Murray Small Legs ist ja auch kein unbeschriebene Blatt, weder hier in Deutschland noch in Kanada.

LG Hugo
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28.03.2014, 19:12

Karl May Festival

Hallo „hugo“

zu diesem Punkt möchte ich dir doch widersprechen. Dazu zitiere ich nochmals ( teilweise ) den ersten Textteil meines gestrigen Links :

„The Karl May Festival, an annual event in honor of the German novelist who spun imaginative tales about American Indians and the U.S Old West well over 100 years ago,
will be held in Radebeul, Germany from May 30 to June 1.

The Karl May Museum states it is “dedicated to preserving the cultural heritage of Karl May, and serves the public by advancing knowledge through exhibitions, educational programs, publications, events and guided tours.” ( Zitat Ende )


Somit steht ohne Zweifel fest, dass es
durchaus einen gewissen Zusammenhang zwischen dem Karl – May
Festival und dem gleichnamigen Museum gibt.


Was Murray Small Legs betrifft, er wurde hier lediglich erstmals von „Bücherwurm“ weiter oben erwähnt. Weder er noch die Blackfoot sind in diesem Streitfall involviert noch federführend.

Gruß Morning Star
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hugo

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31.03.2014, 09:30

Hi Morning Star,

das kann sein das bei den Natives so gesehen wird, ist aber nicht so! Das KM-Museum und das KM-Fest sind zwei unterschiedliche Veranstalter. Heute ist das KM-Fest nur noch eine commerzielle Veranstaltung und hat mit dem Ursprung nichts mehr zu tun.

LG Hugo
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old man

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31.03.2014, 11:09

hallo Hugo, Morning Star und andere,

ich möchte einmal ganz provokativ folgende Frage stellen:

Angenommen der Scalp, um den es hier geht, wäre nicht im Karl-May-Museum ausgestellt, sondern im Stammes-Historischen Museum eines der vielen "Feind-Stämme" der Ojibwa, weil ein bedeutender Krieger und Anführer eines solchen Stammes, seinem "Ojibwa-Feind" diesen Scalp in ehrlichem Kampf genommen hat.

Wie würde dann der Herr Pavlat agieren???

old man
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13

31.03.2014, 21:43

Fragen

Hallo "hugo"

in der Vorankündigung der KM - Festspiele steht geschrieben:

Veranstalter : Große Kreisstadt Radebeul in Zusammenarbeit mit dem Karl-May-Museum Radebeul , den Landesbühnen Sachsen und dem Traditionsbahnverein Radebeul e.V.

sowie unter der Homepage des KM - Museums :

"Die Radebeuler Karl-May-Festtage sind der Höhepunkt in unserem Veranstaltungskalender"

http://www.karl-may-museum.de/web/start.php?lang=de&kID=52


Hallo "old man"

warum wendest du dich mit dieser Frage nicht direkt an Herrn Pavlat, die Kontaktadresse ist doch bekannt ?


Gruß Morning Star
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01.04.2014, 19:14

Nee, Morning Star, die Frage von Old Man ist sehr tiefsinnig. Das hast Du hier leider übersehen...

hugo

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02.04.2014, 08:48

nun,

das es wieder von der Stadt und dem Museum veranstaltet wird kann ich nur begrüßen, ob es besser ist wird man sehen.

Ich bin nicht die Museumsleitung, ich würde ihn frei geben, wenn das alles so ist wie dargestellt, das ist meine Meinung.

LG Hugo
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16

03.04.2014, 20:41

Das ist ja wieder ein Geblase und hier wird wieder mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Der Old Man hat hier völlig Recht. Hier sollten mal die Hintergründe genau betrachtet werden. Mann sollte nicht jedem Beliebigen Forderer das Recht geben, irgend etwas ein zu fordern. Sonst kommen die legitimen Forderer zu kurz. Die eigentlichen Verdiener sind dann irgendwelche Rechtsverdreher.
Mal zu Morning Star- gefühltes moralisches Recht ist kein Freibrief - hier solltestdu dich mal mit den juristischen Geflogenheiten im nationalen, internationalen und USA Recht befassen. Jetzt kannst du wieder lostönnen das haben sich weiße zu Recht gestrickt. Aber so ist das nun mal im Rechtswesen. Gesetzte spiegeln nicht immer das Recht wieder.
Willkommen in der Realität.Unter welchen Umständen manche Stücke den Besitzer gewechselt haben mag heute sehr zweifelhaft anmuten. Kaufvertrag ist Kaufvertrag. selbst wenn er in Alkohol bezahlt worden ist.
Um etwas zurück zu fordern mus erstmal geklärt werden ob das Mandat berechtigt ist. Hier sind eine Menge Klärungen offen bevor ein Rechtsanspruch angemeldet werden kann.
Also bevor mann hier alles durch Dorf jagt,was nicht Niet und Nagelfest ist muss hier erstmal eine Menge geklärt werden.
Blinder Protagonismus schadet hier nur

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17

08.04.2014, 16:54

na, hoffentlich ist die Sache jetzt ausgestanden.
Diese Meldung erschien heute in der "Berliner Morgenpost"

und wenn dieser ominöse, angebliche "Ojibwa" keine Ruhe geben sollte, dann muß eben eine GEN-Analyse gemacht werden!
Das wäre heutzutage ja kein Problem mehr.
Ich fürchte nur, dann fällt der "hinten runter" :ind_wink:

old man
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11.04.2014, 10:53

Rückforderung

Obwohl die bislang noch ausgestellten Skalpe inzwischen aus der Ausstellung genommen wurden, glaube ich nicht, dass es jetzt damit "abgetan" sein wird. Den Natives geht es ja nicht nur um die "Zurschaustellung" , sondern um eine Rückgabe.

Wie jeder eigentlich wissen sollte, hat Deutschland die UN - Deklaration zu den Rechten der indigenen Völker unterschrieben. Diese Rechte beinhalten unter anderem die Rückgabe
von Kulturgütern als auch sterblicher Überreste indigener Völker ( Im Link Artikel 11 und 12 ) . Diese UN - Deklaration hat in vielen Ländern, welche diese UN -Deklaration gezeichnet haben, in der Vergangenheit bereits zu zahlreichen Rückforderungen solcher "Güter" geführt, was in vielen Fällen einen jahrelangen Disput auslöste oder noch auslösen wird.

Leider bietet diese UN - Deklaration ( bezüglich von Rückforderungen ) in den verschiedenen Staaten keine rechtskräftige Gesetzesgrundlage.

Was die Rückforderung der Skalpe betrifft, wurde in Deutschland leider nur sehr oberflächlich berichtet, ich werde dazu noch etwas ergänzen.

http://www.un.org/esa/socdev/unpfii/docu…28German%29.pdf

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13.04.2014, 11:34

Hintergründe

Als der Streitfall vor nunmehr etwa drei Wochen bekannt wurde, gab es zunächst mehrere Presseartikel. Laut diesen Artikeln begann der Streit mit dem anscheinend
„überraschenden“ Brief der Ojibwa, wonach diese den Skalp zurück forderten. Das Museum erklärte dazu, dass dieser Skalp in 1904 rechtmäßig von Patty Frank für 1100 US – Dollar nebst drei Flaschen Alkohol rechtmäßig erworben wurde.

Was die Offiziellen des Karl May Museums nicht bekannt gaben, war die Tatsache, dass der Disput um die Skalps bereits geraume Zeit zuvor begann, im Jahr 2010. Dieses und einige andere Details wurden erst bekannt, als Indiancountrytodaymedianetwork am 25.03.2014 einen Artikel von Red HairCrow veröffentlichte. Dieser Artikel beschrieb die bereits seit 2010 erfolgten und bislang erfolglosen Bemühungen mehrerer indianischer Stämme bezüglich einer Rückgabe von sterblichen Überresten entsprechender indianischen Vorfahren. ( Siehe meinen Beitrag vom 27.03.14 )



Von einem nunmehr ( nach etwa drei Jahren vorherigen erfolgloser Bemühungen ) „überraschendem“ Brief der Ojibwa kann deshalb wohl kaum gesprochen werden.

Anbei ein Filmbeitrag und ein Radiobeitrag zum Streitthema :

http://www.youtube.com/watch?v=bdOY0G79AO0

http://www.jumpradio.de/programm/sendung…udio808244.html

Inzwischen war in einigen Presseartikeln zu lesen, der Skalp wäre für nur 100 Dollar gekauft worden, ferner wurde jetzt von Offiziellen des Karl May Museums mitgeteilt, man wäre sich gar nicht sicher unter welchen Bedingungen der Skalp gekauft wurde( Patty Frank war nämlich bekannt dafür, Stories zu erzählen, welche nicht immer der Wahrheit entsprachen )
und man bezweifelt, ob Patty Frank speziell in 1904 überhaupt in den USA gewesen sei. ( Fortsetzung folgt )

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18.04.2014, 18:49

Morningstar
baue doch bitte nicht deine Ansicht als das Einzige wahre auf und erhebe dich nicht immer als DEN moralischen Richter.

Lese mal das BGB was es für Eigentumsformen und Besitzformen nur in Deutschland gibt. Ausserdem sind die Musseen auch nicht ausserhalb der Gesetzte wie du es gerne darsstellen möchtest. Auch Museen sind Gesetzten unterworfen. Vielleicht kannst du dich mal mit dem Wort Präzedenzfall und deren Folgen aus einander setzten.
Auch Deutschland den Verstoss der UN Vereinbarung zu unterstellen ist harter Tobak. Weiterhin jetzt auf Patty Frank herum zu trampeln und beweisen zu wollen was er nicht und was er getan hat. Wen nützt es?? Wo liegt der Sinn? Nur weil nicht legemetierter Behaupter Anforderen, stellt die juristisch nicht geklärt sind,stelltst du pauschal alles auf den Prüfstand. Hier gibt es ein zweites Wort für dich Ermessensspielraum. Eine Rückgabe unter den heutigen nationalen und internationalen juristischen Bedingungen, kann nur im Rahmen eines juristischen Ermessensspielraums ein her gehen. Das will gut überlegt sein um nicht Präzedenzfälle hervor zu rufen. Weiterhin soll ja auch ein legitimer Besitzer gefunden werden.
Da du ja eine solche persöniche Ansicht besitzt hoffe ich, daß du das Völkerkundemuseeum in Radebeul(auch Karl May Museum genannt) aus Protest nie betreten hast, wenn ja, hoffe ich das du deinen Protest den Vorstand und den Mitarbeitern Kund getan hast. Das gilt auch für die anderen Museen die Originale ausstellen die Du besucht hast.
Bitte lasse es genug sein

dye
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dye
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