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Trapper Joe

unregistriert

1

29.10.2009, 23:58

Ein Greenhorn fragt an

Ich habe mir so meine Gedanken darüber gemacht wo ich mich in unserem Hobby (Inianistik-Amerikanistik) eigentlich wieder finden würde wenn ich es erreicht hätte meine Utensilien sowie Bekleidung in soweit zusammen zu haben das ich erstmal zufrieden damit wäre. ( Obwohl dieser Prozess wohl nie endet ) Na und das Ergebnis meiner Gedanken werde ich Euch jetzt noch nicht mitteilen ;)

Denke mal als Trapper habe ich es da einfacher als all diejenigen von Euch die sich intensiv mit der historischen Geschichte und Lebensweise der native Americans befassen. Sicher hat auch der Trapper sich einiges an Wissen aus dem Bereich der Indianistik anzueignen, wenn Er denn so gut wie Ihm irgend möglich, authentisch sein möchte.

Stelle mal ein wenig von meiner derzeitigen persönlichen Ansicht zu dem was ich mir so vorstelle dar:

Was meine Trapperkleidung angeht so bin ich auf einfache 'Arbeitskleidung' fixiert, also keine Stickereien oder Verzierungen an der Kleidung selber. Beschlagener Gürtel, verzierte Fellmütze oder Hut sowie Messerscheide oder anderer am Gürtel getragener Utensilien sind für mich persönlich okay.

In Bezug auf die Behausung gibt es ja viele Möglichkeiten, eine Blockhütte wäre ja das beste ist aber so schwer zu transportieren ;) nun denn ein Tipi ist ebenfalls eine feine Sache weil man viel Platz hat, Nachteil in meinen Augen ist, Stangen vorhalten wenn diese nicht gestellt werden können. Trapperlodge naja, geht natürlich. A-Tent ne muß ich nicht haben. Ein schönes großes Wall Tent wäre für mich das richtige und ich denke das ich mir das auch zulegen werde.

Das wäre es denn erstmal, so zu sagen Teil 1 )

Lieben Gruß
Und Euch allen ein schönes Wochenende

Trapper Joe

FeelingCrowWoman

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2

30.10.2009, 05:46

Hallo Trapper Joe,

hast dich hier auch schon mal eingelesen, sind bestimmt auch noch einige Tipps dabei.

Ausrüstung der Trapper
Waffen der Trapper
Alles für den Trapper
Wall Tnents, A-Tents, Wedge Tents

LG
FeelingCrowWoman



Die beste Art, Konflikte zu lösen,
besteht darin, dem anderen Verständnis
und Respekt entgegen zubringen

Dalai Lama

coureur de bois

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3

30.10.2009, 10:40

Zelt und Planenfarben

Hi, vor meinem Einstieg hier habe ich schon einiges recherchiert. Die Quellenlage ist für Waldläufer eher schmal, d.h. ausser NWC und Hudson Bay Comp. darf es schon mal das Tagebuch von Lewis und Clark sein, dazu dann bitte die Bilder und Ausrüstungsverzeichnisse.
So, auf der anderen Seite finden sich Tents und vielleicht Planen, aber bitte immer in Weiß bzw. Naturfarben. Nach meinem Sachstand wurde das Material ab ca. 1804 von den Franzosen eingeführt. Die NWC verwendete auf den Booten Planen in dunkelrot.
So als Wandläufer frage ich mich sind weiße Zelte aus Baumwolle das Richtige, würde ich nicht (was ich selbst mache) eine Farbe verwenden die sich besser der Umgebung anpasst.
Übrigens Rosa im grünen Wald ist fasst nicht sichtbar, Grün oder Rot gehen auch.
Coureur

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »coureur de bois« (30.10.2009, 10:41)


old man

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4

30.10.2009, 11:39

RE: Zelt und Planenfarben

hallo Trapper und Coureur de bois,

Zunächst einmal: die Zelte, wenn sie denn tatsächlich benutzt wurden [ist ja auch stets eine Transportfrage!], bestanden in ALLEN Fällen aus Persennige, also "canvas", man kann es auch Segeltuch (!) nennen, denn das waren diese "Planen" ursprünglich auch.

In diesem Zusammenhang, die Planen waren nicht "rot", sondern es war ursprünglich gelohtes Segeltuch, aus dem man dann diese Planen für die Boote (Kanus", "flatboats" etc.) gemacht hatte, und die dann auch für die Lagerstatt, zunächst nur als Überdeckung, dann auch als reguläre Zelte, benutzt hatte.

Wer heute "einsteigt" hat die Möglichkeit, sich ein recht authentisches Zelt zuzulegen, das leicht zu transportieren und von einer Hand aufzubauen ist und das es in mehreren Größen gibt.
Siehe dazu das angehängte Foto.
Ich finde allerdings im Moment die Adresse und den Namen der Firma nicht. Sende sie aber nach.

Diese Zeltform, allerdings damals aus Segeltuch [Persennige, "vanvas"] hergestellt, kam mit den ersten "Pionieren" der späteren HBC nach Neuengland und Kanada.
Es muß allerdings angemerkt werden, daß die heutige HBC, NWC, AFC, PFC usw. auf dem "Council" davon offenbar keine Kenntnis hat, denn sie wollten meinem Freund das Aufstellen dieses Zeltes "bei sich am Lager" nicht erlauben, weil angeblich nicht authentisch :D :D :D

Das Zelt bietet auf ca. 3m im Rund und einer Seitenhöhe der senkrechten Wandung von 1,20 m sehr viel Platz.
Selbstverständlich meine ich hier das naturfarbene Zelt!!!!!

old man
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »old man« (30.10.2009, 11:42)


coureur de bois

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5

30.10.2009, 13:18

Hi, mein Problem sind nicht die naturfarbenen Zelt und Planen der Siedler, oder des Militärs. Für mich stellt sich die Frage nach der Funktionalität von Farben jenseits der Zivilitation z.b. Neu Frankreich oder Neu England´s.

Auch habe ich Segeltuch in Braun bzw Rotbraun gefunden...am Mast..
und auf den Kanus der NWC, bestätigt von Schriftführer des NWC.e.v.

Wenn es erlaubt ist, wie autentisch ist ein "Baumwolltipi" vor 1860, mit anderen Worten Fotos die diese Tipis in den weiten der Prärie ablichten habe ich schon gesehen.
coureur

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »coureur de bois« (30.10.2009, 13:28)


old man

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6

30.10.2009, 14:21

ok, coureur de bois,

wenn das so ist, dann vergiß ganz schnell das Material Baumwolle!

Wenn überhaupt, dann ist "dort draußen" Segeltuch / Persennige / "canvas" verwendet worden und das war grundsätzlich ein "Grobleinen".

Ansonsten muß ich Dir dann leider auch sagen, daß du dich u.U. von unseren immer noch mit Stereotypen durchsetzten Vorstellungen - auch bei den ganz ernsthaften Hobbyisten! - verabschieden solltest.
Das was diese "trapper", "mountain men", da draußen lebten, war schlichtes ganz hartes "Überleben"! Da wurde in eine Decke geschlagen auf dem Boden in der Natur geschlafen! Es gab da - zumindest während der "trap-line" - weder ein Zelt, noch gar ein Blockhaus.

Was meinst Du wohl, weshalb sich zahlreiche "trapper"/"mountain men" eine "Indianer"-Braut zulegten??!!! Da konnten sie nämlich am warmen Feuer in einem Tipi pennen!

Wenn wir es tatsächlich einmal wirklich authentisch machen wollten - dann ganz schnell über Bord mit all den liebgewordenen Vorstellungen des "Wild-West-Spielens".
Dann wird es nämlich wirklich verdammt hart! Und kommt ganz, ganz dicht an "Überlebenstraining" heran. Und sollten wir dann, wenn wir unseren Hunger stillen wollen, womöglich auch noch auf die Jagd gehen müssen, dann sind wir mitten drin!!!

Gut, ich nehme den "mountain man" zurück, denn Du fragtest ja nach Neu-Frankreich bzw. nach Neu-England.

Aber da müßte dir doch eigentlich schon dein Name, den du hier für's Forum gewählt hast, die Antwort geben: "coureur de bois" nämlich "Waldläufer" - und diese Figur hatte nur das, was sie möglichst unbehindert bei sich tragen konnte.
Und nun rate mal was - oder besser: wie wenig das war!
Jagdtasche, Jagdmesser (mit dem man ALLES machen konnte), die Flinte mit Kugelbeutel, Pulverhorn und "Feuerzeug-Täschchen" (mit Eisen, Zunder), eine Decke, und, wenn möglich, ein Paar Ersatzmoccasins.
Und das war's dann auch schon!

Übrigens gibt es recht gute Literatur gerade über DIESE Zeit und Region auch auf deutsch.
Zum Beispiel Friedrich v. Gagern: DAS GRENZERBUCH

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old man

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7

30.10.2009, 14:28

Zitat

Original von coureur de bois
" . . .Wenn es erlaubt ist, wie autentisch ist ein "Baumwolltipi" vor 1860, mit anderen Worten Fotos die diese Tipis in den weiten der Prärie ablichten habe ich schon gesehen.
coureur



Tut mir leid, DIESE Frage habe ich vergessen.

Mit Sicherheit hast Du nicht ein einziges Foto von Tipis aus Baumwolltuch (vor 1860) gesehen!
Und auch danach nicht!
Wenn überhaupt so frühen Datums, dann waren sie allesamt aus Persennige!

Wer aber meint die sei doch viel zu schwer: es gab von der Segelschiffahrt her Schönwetter- und Schwerwetter-Segel, also leichteres und schwereres Leinentuch.
Und für den "Gebrauch an Land" nahm man sehr schnell das leichtere.
Es war immer noch schwer genug!

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le loup

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8

30.10.2009, 15:23

RE: Zelt und Planenfarben

Hallo Ted!

Jetzt biste doch schon soooooo lange im Hobby und machst immer noch Reklame für das total autent. ALEX-Zelt.
Ich kann mich erinnern, dass wir immer wieder im Trapper und Napoleonik-Hobby versucht haben, diese Zelte aus dem Allgemeinbild zu entfernen, da es einfach nicht ins Hobby reinpasst und in Schnitt und Ausführung zu modern ist. Selbstverständlich ist dieses Zelt sehr bequem und auch leicht aufzustellen, aber es passt einfach nicht ins Bild. Ich lasse es gelten für Rollstuhlfahrer, oder Leute mit anderen Gebrechen, aber dann bitte nicht bei Tipis und Trapperlodges. Da kann ich auch ein Campingzelt aufstellen, passt natürlich auch nicht ins Bild.

Zur Farbe der alten Zelte möchte ich Folgendes bemerken. In der französischen Armee der damaligen Zeit waren keine Mannschaftszelte vorgesehen, nur für Offiziere, das sogenannte Markeezelt. Bei der englischen Armee kannte man das A-Zelt mit Apsis und natürlich das Offizierszelt. Die Zelte waren aus Segeltuch, also Flachsleinen in Naturfarbe, also dreckigweiss und nicht in reinweiss in gebleichter Baumwolle, wie heutzutage. Bei manchen Zelten wurden die Nähte mit roter Farbe bepinselt. Grund ??? In manchen Armeen gab es auch Zelte aus gestreiftem Segeltuch.
Nach mehrfachem Gebrauch waren diese Zelte auch nicht mehr in dreckigfarbenem Naturweiss sondern in super, super dreckigfarbener Naturfarbe. Andersfarbige Zelte in unserer Hobbyzeit sind mir nicht bekannt, ausser in der Ritterzeit. Segel vom Schiff und Planen wurden damals oft geteert und bleichte dann mit der Zeit zu eine rotbraunen Farbe aus.Alte traditionelle Segelschiffe haben heute noch oft rotbraune Maccosegel. Aus Segeln und Planen konnte man dann einfache Abdeckungen herstellen.
Hoffe, Euch gedient zu haben.

Gruss LE LOUP
IROQUOIS - FUR TRADE - Chiricahua Apache Trieb

old man

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9

30.10.2009, 17:14

RE: Zelt und Planenfarben

hallo le loup,

In Ordnung, ich werde den Roten Biber fragen, woher er die Information hatte, mit der er eben die von Dir genannten "Lager" überzeugen konnte, daß er sein "ALEX 120" bei ihnen aufstellen kann.

Natürlich kann ich nicht alles wissen (siehe bitte meinen Spruch, unten), aber ich habe bei mir bekannt "seriösen" Hobbyisten zunächst einmal keinen Zweifel, daß sie mir das Richtige sagen.
Und dies nicht nur nach dem Spruch: "was du nicht willst, daß man dir tu, das füg auch keinem anderen zu!"
Da ich mich stets bemühe, keinen "Quatsch" von mir zu geben, nehme ich - bis ich eines Besseren belehrt worden bin - zunächst von einem, wie schon gesagt ernsthaft interessierten Kameraden an, daß er genauso recherchiert hat, wie ich dies tue.

Selbstverständlich gebe ich Dir Recht insofern, als daß dieses Zelt eben aus modernem Material hergestellt wird. Da muß man eben entweder einen Kompromiß eingehen, oder aber kann fürderhin an keinem , auch nur einigermaßen der Authentizität angeglichenem Lager mehr teilnehmen.

Nun aber zu Deinen Ausführungen das Segeltuch betreffend.
Da muß ich Dir leider widersprechen. Richtig ist, daß hier und dort, vor allem in "Schlickrutscher-Regionen" auch mal ein Segeltuch "geteert" worden ist, was aber nichts mit dem uns bekannten Teer zu tun hat.

Tatsache ist, daß Segel geloht wurden, um sie noch wetterfester zu machen. Das geschah entweder (zumeist) mit Eichenlohe, aber auch mit der Lohe aus einem anderen Holz.
Ich glaube mich zu erinnern, daß es noch die Buchenlohe gab. Aber da bin ich mir einfach nicht mehr sicher, und will nichts behaupten.
Zumindest aber ist in jeder Lohe auch der Holzteer des betreffenden Holzes vorhanden. Insofern wird leider auch von "geteertem" Segeltuch gesprochen.
Das aber hat mit unserem Teer, nämlich dem früher aus "Asphalt" (ein natürlich vorkommendes Erdölrohgemisch) hergestellten "Sirup" in keiner Weise etwas zu tun.

Da aber auch DU MIR bzgl. der Zeltfarben antwortest, muß ich jetzt die Gegenfrage stellen: wo und wann habe ich eine Behauptung bzgl. anderer Zeltfarben als "Natur" [wie dreckig die immer geworden sein konnte :D] bzw. "geloht" [also rötlich-braun] geschrieben??? ?(, ?(
Hat man da wieder etwas mißverstanden??? ?(, ?(, ?(

Außerdem habe ich doch wohl sehr deutlich geschrieben, daß der "einfache" Waldläufer überhaupt kein Zelt mitgenommen hatte, sondern draußen in freier Natur genauso genächtigt hatte, wie es die Soldaten im Kampfeinsatz auch tun müssen, nämlich bestenfalls in eine Decke gewickelt.

Leloup, Leloup, sei wachsam, sonst hole ich mir Deinen Skalp ;) :D

old man
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le loup

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10

30.10.2009, 17:29

RE: Zelt und Planenfarben

Hallo Ted!

Da habe ich doch glatt vergessen den Holzteer reinzuschreiben. Natürlich habe ich den Asphalt nicht gemeint, eine unverzeihliche Sünde. :( ;( X( ;)

Bei den Farben habe ich auch nicht Deinen Artickel angesprochen, sondern allgemein bemerkt.

So, nun zu meinem Skalp. Da wirste lange suchen müssen, denn da ist nur eine heilige Tonsur. ÄTSCH :P :P :P

Mit (schein)-heiligem Gruss LE LOUP


PS: Alex ist halt Alex.......
IROQUOIS - FUR TRADE - Chiricahua Apache Trieb

11

30.10.2009, 18:07

Also ich kenne fürs 18. auch noch Zelte, deren Nähte mit breitem blauen Streifen versehen waren-

es gab da nicht nur Rot
(Quelle: Großes Bild in einem Der Flure im Militärhistorischen Museum Rastatt.)

ebenso gab es bunte Schabraken um die Marquise Zelte--- hier weiß/gelb.

(Quelle: Die Kurfürstlich Sächsische Armee um 1791-Militärverlag der DDR, 1990- S. 167

----------------

da haste zb auch welche mit rot-weiß
http://www.schlacht-maxen.de/html/biwak_hochkirch_7.html

----------------

http://shop.strato.de/epages/61373770.sf…oducts/Marquise

im übrigen waren die Zelte früher längs nicht so hoch- wenn wir uns gerade wieder ums A kloppen- aber so würde heute keiner mehr aufbauen.
Heute werden allerdings bei den meisten Truppen die dinger in 4x4m gebraucht....

ist allerdings trotzdem zu prollig für nen Waldläufer....

http://www.womenofthefurtrade.com/page5.html

runterskrollen bis zum Fly

das ist wohl eher a- für dich und deine Darstellung.....

mfg Elke
http://www.history-props.de

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Elke« (30.10.2009, 18:08)


Trapper Joe

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12

30.10.2009, 19:28

Ein Greenhorn fragt an

@ all

Vielen Dank erstmal für Eure Antworten die mir auf jedenfall weiterhelfen :] :]
In Bezug zur Bewaffnung (Danke für die Links Feeling Crow) habe ich noch etwas, stelle mal ein Bild von meiner original Enfield hier ein.

Diese (also meine) kurzläufige Rifle wurde 1861 gebaut und ein Fachmann der es sich nicht näher anschaut würde diese Rifle als Enfield M-1853 einordnen.

Diese 'Gewehre' wurde in Europa sowieso aber auch im Big Country von den Engländern eingesetzt und waren also weit verbreitet.

Ich habe mal eine Anfrage bei der DWJ (Deutsches Waffen Jornal) gestellt was es so mit meiner' Flinte' auf sich hat.

Diese Varriante wurde als Native Mounted Police Carbine in Indien eingesetzt und der Unterschied zur M-1853 liegt darin das es keinen gezogenen Lauf hat.

Da ich jedoch glaube das niemand auf einem Treffen / Camp in den Lauf gucken wird dürfte auch keiner sich daran stören das die Waffe nicht 100% authentisch ist.

LG
Trapper Joe
»Trapper Joe« hat folgende Datei angehängt:
  • Enfield_Rifle.jpg (39,04 kB - 312 mal heruntergeladen - zuletzt: 08.05.2017, 10:57)

coureur de bois

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13

30.10.2009, 19:38

Hi
nach da habe ich was angestoßen.

Zum Stichwort:
Wenn es erlaubt ist, wie autentisch ist ein "Baumwolltipi" vor 1860, mit anderen Worten Fotos die diese Tipis in den weiten der Prärie ablichten habe ich schon gesehen.

Ich ahnte es, auch wenn es die ersten Fotoapparate um 1840 gab, denke ich schon das die Fotos von Tipis eher nach 1860 gemacht wurden. Lieferanten für die Tipis könnten Fabriken sein die Baumwolle verarbeiten, nur mal so.

Zum anderen muß ich zugeben das mit der Baumwolle an sich ist mir so durchgerutscht, bin wohl zu modernistisch und weil ich ein altes dunkelgrünes Baumwollzelt besitze ist der Wunsch der Vater des Gedanken gewesen.

Danke Elke, recht hast Du mir die Frauen der womenofthefurtrade vorzuhalten, die Site kenne ich und sie haben meine Bewunderung für die Art und den Umfang ihrer Arbeit.

Hi, Old Man so unter uns die wir schon etwas Patina angesetzt haben...
"Wenn wir es tatsächlich einmal wirklich authentisch machen wollten - dann ganz schnell über Bord mit all den liebgewordenen Vorstellungen des "Wild-West-Spielens".
Dann wird es nämlich wirklich verdammt hart! Und kommt ganz, ganz dicht an "Überlebenstraining" heran. Und sollten wir dann, wenn wir unseren Hunger stillen wollen, womöglich auch noch auf die Jagd gehen müssen, dann sind wir mitten drin!!!"...
....wo ist das Problem, wenn es von Dir als Herausforderung gemeint ist, stelle ich mich



Coureur

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »coureur de bois« (30.10.2009, 20:11)


old man

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14

30.10.2009, 20:00

RE: Zelt und Planenfarben

Zitat

Original von le loup
Hallo Ted!
". . .So, nun zu meinem Skalp. Da wirste lange suchen müssen, denn da ist nur eine heilige Tonsur. ÄTSCH :P :P :P

Mit (schein)-heiligem Gruss LE LOUP


PS: Alex ist halt Alex.......


Mann,

'nen Tonsur-Skalp wäre doch mal etwas ganz außergewöhnliches, oder ???

Also, Le Loup, ab jetzt mußte viel mehr aufpassen :D :D :D :D

old man
je mehr ich weiß, desto weniger weiß ich!

15

30.10.2009, 21:50

@ Cureur...

Naja, vorhalten tu ich Dir die seite nicht (womansofthefurtrade)

aber ne Anregung...

allerdings ist es in unseren Breiten eher nicht so geeignet---- nicht weil da gelegentlich was vom Himmel kommen könnte--- sondern weil je nach Treffen gelegentlich die Scharen Touris einfallen.... und das Zeugs doch mächtig draußen rumliegt.

Da Deine Zeit ja sicher vor 1750 liegt, also vor der Zeit des 7 Jährigen Krieges (French Indian War) , würde ich mich an der Epoche orientieren.
eine Plane, wie die Frauen ist gut- vorne und hinten zu- ist ein a-Zelt....
und das gabs fast seit der Römerzeit.
http://www.history-props.de

coureur de bois

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16

31.10.2009, 10:59

Hi Elke
ich dachte bei vorhalten an etwas wie sichtbarmachen, was ja anregend sein kann.
Wenn ich in Erinnerungen schwelge, kann ich schreiben das ich Übernachtungen draussen beginnend von "ohne was drüber", über Schlafsack ohne, dann mit Plane oder Tarp, Scheune, dann Zelt usw. ausführlich versucht und genossen habe. Gut war und ist bis heuteim Kanu unter demselben, mit und ohne Begleithund....vorzüglich wenn "man" allein unterwegs ist und reden will.

Stichwort "Women", hier wie auf anderen Seiten ist der Anspruch interessant etwas eigenes herzustellen, um vom Flachländer zu kompetenter Formen des einfachen Lebens aufzusteigen...also Kleidung selbst anfertigen, draussen allein übernachten und einige Tage zu zubringen, dazu Selbstversorgung, evtl. Orientierung und Jagd.

An alle die Frage zum Stichwort: Farben der Leinen- oder Baumwollplanen. Danke für den anregenden Hinweis zum Einfärben der Stoffe. Auf Zingst-Darst gibt es scheinbar noch Leute die Segel so lohen.
Im Umkehrschluss bedeutet das, Camp´s oder Week mit ausschließlich weißen bzw. naturfarbenen "Zeltstoffen" (den Zuschnitt mal ausser acht lassend) sind nicht authentisch, oder liege ich mit meinem Argument aufgrund historisch belegter Fakten falsch.
Die Verwendung kolorierter Stoffe bei den Womentofurtrade spricht für die bunte Vielfalt.
Coureur

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »coureur de bois« (31.10.2009, 11:57)


17

31.10.2009, 12:51

ne, denke ich nicht- wenn Du alte Bilder siehst, da sind die Zelte eher weiß (die Crow würden sich sonst ins Knie schießen...lol)
Klar, nach Benutzung verdreckt...ziemlich grau.

Aber ich gehe mal ganz stark nicht von bunten Tipis aus, auch nicht in der alten Zeit.- weiß bis grau- ok. ab 1860 auch gestreift- Marotte der Plateau-Stämme.

Geh mal davon aus, das die reine Plains- Nomadenkultur aufgrund eines Klimawandels und dem Pferd erst ca 1700 anfängt. Davor gab es mehr Stämme, wie die Mandan, die Erdhütte hatten und nur während des Sommers den Bisons nachzogen (Also doch eher Schönwetter Indianer :D ) dann eben mit Tips aus Bisonleder.
Die reine Plainskrieger-Kultur war nur eine recht kurzzeitige.

was zb in der alten Zeit durchaus auch gern recycled wurde: Mehlsäcke usw, Leinen wird, wenn man es kocht weiß und , während man Getreide´in Hanfsäcke packte, packte man Mehl zumeist in weiße Leinensäcke- zumindest war das in Europa so- und ich denke- die meisten guten alten Sitten hat man mitgenommen.

Das Thema Leinen-verwendung bei den Plainskulturen hatten wir hier aber schonmal- mit Renate irgendwie gings da um nichtvorhandene Leinenkleider auf den Plains.
Ich gehe also fest davon aus, das nicht wie Oldman sagt- Büffelhaut-Tipis von Leinentipis abgelöst wurden, sondern gleich von Baumwolle ab 1850/60

Gruß von Elke
http://www.history-props.de

Trapper Joe

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18

31.10.2009, 21:50

Hi Elke,

bin da ja nicht so bewandert aber habe mir da mal was angesehen,

Quelle: Außereuropäischebaukunst A0.Univ.Prof.Dipl.-Ing. Dr,techn. Erich Lehner. http://info.tuwien.ac.at/baukunst/abk/te…eisen/tipi.html

Als Deckungsmaterial verwendete man im Allgemeinen Bisonleder, das nach dem Gerben und einer längeren Zeit der Räucherung einen hohen Grad an Wasserdichtheit aufwies. Auch Baumrinden und Matten konnten als Deckungsmaterialien dienen; Textilgewebe kamen erst relativ spät, unter europäischem Einfluß, in Verwendung.

Quelle Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Tipi

Die Plane bestand früher aus Bisonleder. Seit der Nahezu-Ausrottung der Bisons und der Einsperrung der Indianer in Reservate ist die Tipiplane aus festem Stoff (Segeltuch).

So weit so gut aber diese Aussage hat mich dann doch irritiert ? ?(

Tipis wurden fast vollständig mit Naturfarben, z. B. aus Beeren, bemalt und verziert und zeigten so auch den Rang im Stamm an.

Habe mir via google und anderer Informationsquellen eine Menge historischer Bilder / Malereien angesehen und kann die Aussage das Teeppees fast vollständig bemalt wurden nicht nachvollziehen. ??

LG

Trapper Joe
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19

31.10.2009, 22:25

Hallo Trapper Joe,

hier hast du noch Thread's, wo es um Tipibemalung geht

Tipi - Bemalungen
Tipi Bemalung im Lakota Style

LG
FeelingCrowWoman



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besteht darin, dem anderen Verständnis
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Dalai Lama

20

01.11.2009, 11:56

Hai Trapper Joe....

naja, die Aussage, die Dich irritiert- die irritiert nicht nur Dich!

Im übrigen, gerade bei den Sioux aber auch bei anderen Stämmen- weil das Problem genereller Natur war:

Mit dem Einzug in Reservationen wurde nicht das Bisonleder in Stoff umgetauscht- sondern das Tipi verschwand und Armeezelte fanden mehr und mehr Verwendung.

WEIL: Die Leute nicht mehr an Stangen kamen- Polepine wuchs in Gebieten, die nicht mehr erreichbar waren.

Soviel erstmal- will nochmal raus-hier ist so schönes Wetter... ab in die Pilze ;o)
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