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22.08.2012, 22:55

jeder Kennt Geronimo,wer kennt Mangas Coloradas

Jeder kennt Geronimo,und die Ciefs der PlainsTribes aber Chiefs wie Victorio, Cochise oder Mangas Coloradas habe ich hier nichts gefunden
deshalb die Vorstellung einen großen Apachen

Mangas Coloradas (Red Sleeves)

Er war Chief und representativer oberster Häuptling der Mimbrenjo-Apachen
Als der Chief Juan Joses und vierhundert Mimbrenjos von amerikanischen Skalpjägern ermordet wurde, hat übernahm Mangas Coloradas, die überlebenden Mimbrenjos aus der Rancheria - Apachen-Lager - bei Coppers Mines und brachte sie zu ihren nächsten Angehörigen bei Warm Springs in New Mexico. Nach seiner Wahl zum Chief verfolgte er die Mörder der 400 getöteten Mimbrenjo und Juan Jose und alle fanden den Tod bis auf einen - den späteren Bürgermeister von Los Angeles Wilson. Der 46-jährige Mangas Coloradas wollte gegen die Amerikaner und Mexikaner einen regelrechten Vergeltungskrieg führen. Die Warm Springs Apachen und Mimbrenjos bildeten nun gemeinsam den Mimbrenjo-Stamm und töteten während des Krieges zahlreiche Trapper und über 400 Bewohner aus Santa Rita.

Mangas Coloradas wollte, wie Tecumseh die Stämme der Apachen zu einem festen Bund vereinigen, weshalb er seine jungen wie auch hübschen Töchter mit Haihkaila - Häuptling der Coyotero, Kutbhala - Mescalero-Häuptling wie auch seine dritte dem einflußreichen Navaho-Häuptling Manuelito verheiratete. Die Apachen- und Navaho-Stämmen hatten nach diesem geschickten Schachzug von Mangas Coloradas einige gute Jahre. Sie unternahmen gemeinsame Raubzüge nach Sonora, Chihuahua, Sinaloa und Durango (alle mexikanische Provinzen), brandschatzten Haciendas und Ranchos und stahlen Pferde, Maultiere und Vieh. Die, die sich wehrten, wurden getötet und die jungen Frauen und Kinder kamen in Gefangenschaft. Die Apachen verbündeten sich mit den kriegerischen Yaqui aus Südwesten von Sonora. Aus den Ranchos zwischen dem Rio Yaqui und Rio Mayo wurden die Mexikaner vertrieben, so dass sie sich in die Sierra del Bacatete zurückziehen mußten. Die Yaqui versuchten sogar die Mexikaner in den genannten Gebieten auszurotten. Alle Überfälle wurden von Cochise und Mangas Coloradas geplant.
Als 1848 die die damaligen USA die Territorien New Mexico und Arizona im amerikanisch mexikainschen Krieg gewannen, kam das Apachen-Gebiet auch unter diese Herrschaft. Mangas Coloradas war anfangs den Amerikanern friedlich gesinnt, aber als bei Pinos Altos nordwestlich von Copper Mines Gold gefunden wurde, wollte er sie loswerden, indem er ihnen einen anderen Platz mit mehr Gold zeigen wollte. Die Goldsucher fürchteten aber Verrat und peitschen den Mimbrenjo-Häuptling aus, was dieser nie wieder vergeben wollte.
Er perfektionierte einen Partisanenkrieg und gewann Land zurück. Er sorgte mit seinen Kriegern dafür das die Gold- und Silberminin nicht mehr arbeiten konnten Die letzte Bastion war die Stadt Tucson im Apachen-Gebiet von Arizona. Die verbliebenen Truppen wie auch die Südstaatler wurden immer wieder mit den Apachen in Gefechte verwickelt und liefen in Hinterhalte. Die Apachen zogen durchs Land und plünderten und töteten, wo sich ihnen eine Gelegenheit bot. Mangas Coloradas griff mit 200 Kriegern Pinos Altos an, um sich für die Auspeitschung zu rächen. Doch der Angriff wurde von Goldgräbern und Arizona Guards abgewehrt. Nun überfiel der Mimbrenjo-Häuptling einen Wagenzug der Regierung. Die Kutscher bauten eine Wagenburg auf und konnten die Angriffe der Apachen solange abwehren bis US Truppen ihnen zu Hilfe kamen.


In einem kurzen Feuergefecht traf Mangas Coloradas eine Kugel des Soldaten Teal in die Brust, da dieser nicht rechtzeitig hinter seinem toten Pferd fliehen konnte, versuchte er soviel Indianer wie möglich mit ins Grab zu nehmen. Mangas Coloradas wurde behutsam in die Berge gebracht.
Mangas Coloradas wurde in das Dorf des Presidio del Janos am Rio Casas Grande im Nordwesten des mexikanischen Staates Chihuahua zu einem berühmten Arzt gebracht. Man trug den Verwundeten in das Haus des Doktors, während die Krieger den Ort umzingelten. Den verängstigten Arzt wurde aufgetragen die Kugel zu entfernen und eindringlich gewarnt, dass alle Einwohner des Dorfes sterben müßten, wenn Mangas sterbe. Der Arzt hatte Erfolg und am nächsten Tag erwachte der Häuptling. Am Abend ritt er mit seinen Kriegern in die Rancheria bei den Warm Springs - spanisch Ojo Caliente - am Oberlauf des Gila Rivers im Bundesstaat New Mexico. Ihr Ziel erreichten sie in der dritten Juliwoche, wo Mangas Coloradas seine Wunde heilte. Hier erfuhr der Häuptling, dass US Truppen auf Apachen und Navaho mit Haubitzen schiessen ließ, was ihn dazu bewegte, für alle Apachen Frieden zu schließen. Dies wollte er noch erreichen bevor er starb.

Das Ende oder die zivilisierten Sieger

Im Januar 1863 lagerte Mangas Coloradas am Mimbres River als ein Unterhändler mit einer weißen Parlamentärfahne sich dem Lager näherte. Die Apachen erfuhren, dass in der Nähe US Truppen sind, die Friedensverhandlungen mit Mangas Coloradas führen wollte. Die Führer der Mimbrenjo befürchteten eine Falle und rieten ihrem Häuptling sich nicht zu Verhandlungen hinreißen zulassen. Doch der Häuptling brach am 17. Januar 1863 mit 15 Kriegern zum Camp von Captain Shirland nahe dem Fort McLean auf. Etwa eine Meile vor dem Camp wurden die Indianer von Captain Jack W. Swilling - einem früheren Südstaatenoffizier und Anführer einer Gruppe Goldsucher - aufgehalten, der versuchte, den Häuptling dazu zu überreden, dass er alleine und ohne Waffen ins Camp kommen solle. Doch die Krieger von Mangas Coloradas lehnten dies ab und waren nur bereit ihren Häuptling gehen zu lassen, wenn Swilling eine weiße Fahne hißen würde. Als man dieser Forderung nachgekommen war, forderte der Mimbrenjo-Häuptling seine Krieger auf ihn zu verlassen, da er von Swilling das Versprechen hatte nach dem dritten Sonnenaufgang ungehindert ziehen zu dürfen. Sobald die Krieger außer Sichtweite waren, wurde der Häuptling von Soldaten, die in einem Hinterhalt lagen, gefangengenommen und in das Camp gebracht. General Joseph R. West erschien im Camp und wollte mit Mangas Coloradas reden, erhielt jedoch keine Antwort. West befahl zwei Soldaten am kommenden Morgen den Häuptling tot bei ihm abzuliefern. Beide Posten begannen kurz vor Mitternacht den Mimbrenjo mit erhitzten Bajonett zu foltern. Nach zweimaliger Tortur sagte Mangas Coloradas zu den Soldaten auf spanisch: dass er kein Kind sei mit dem man spielen könne. Daraufhin richteten beide Soldaten ihre Gewehre auf den Häuptling und schossen. Anschließend schossen sie auch noch ihre Revolver ab bis der Mimbrenjo tot war. Am anderen Morgen berichteten die Posten, dass der berühmt-berüchtigte Häuptling bei einem Fluchtversuch getötet worden sei. Ein Soldat nahm den toten Häuptling mit einer Axt den Skalp ab, bevor er begraben wurde.
Die Leiche von Mangas Coloradas wurde auf Verlangen eines Chirurgen der Truppe exhumiert und der Kopf abgetrennt. Dieser wurde präpariert nach Washington geschickt, wo er sich auch noch heute im Smithsonian Institut - ein 1846 gegründetes Museum für Anthropologie und Naturwissenschaften - befindet. Seine Nachfolger Victorio und Delgadito nahmen drei Tage nach dem Tod von Mangas Coloradas einen Mexikaner zum Gefangenen, den sie solange folterten bis er ihnen detailliert über die Ermordung ihres Häuptlings berichtete.

Ein kluger Mann hat mal gesagt eine Zivilisation zeichnet sich aus wie sie mit ihren Gefangenen umgehen.

Wallon/gekürzt
»huskywolf« hat folgende Datei angehängt:

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23.08.2012, 19:54

RE: jeder Kennt Geronimo,wer kennt Mangas Coloradas

Interessanter Artikel und ein mir geläufiger Name.
Ich kannte jedoch die dazugehörige Geschichte nicht. =)
I`m not perfect, but I’m trying to learn
Niemand wird als Weiser geboren, sondern man wird es.- Seneca -

Wobomagonda

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FeelingCrowWoman

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23.08.2012, 20:12

Hallo,

hier im Forum ist auch noch was zu dieser Person nach zulesen

ein unmenschliches Gesetz

oder hier

Mangas Coloradas, Häuptling der Mimbrenjo-Apachen
http://www.indianerwww.de/indian/mangas_coloradas.htm

LG
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13.11.2017, 15:57

Der Tod des Dasoda Hae

Und wer kennt die wahre Geschichte seines Todes, wie sie bis heute von den Chiricahua-Apache daselbst überliefert ist - und aus gutem Grund aus der "offiziellen" Geschichtsschreibung gestrichen wurde?

„Verwickelte Apachen in der Nähe des alten Fort McLane in ein Scharmützel und tötete einige Feinde, ehe sie flüchteten. Ergriff ihren Häuptling Mangas Coloradas, der bei einem Fluchtversuch getötet wurde. Keine Verluste.“

So steht’s im offiziellen Bericht General West’s geschrieben, seine Version der Geschehnisse bedarf offenbar keiner Nachprüfung, die Folterung und Ermordung des achtzig Jahre alten Dasoda Hae bleibt ohne Folgen, und das obwohl der feige Auftragsmord vor unbeteiligten Zeugen verübt wurde.

Bergläufer und Trapper Joseph Reddeford Walker ist gerade damit beschäftigt, eine Gruppe von Goldsuchern nach Westen zu führen, als ihn ein mexikanischer Treiber für das nötige Kleingeld auffordert, seinen Zug mitten durch kriegerisches Apachenterritorium zu lotsen. Der angstvolle Treiber hat am Mimbres River eine Gruppe von Apache entdeckt und glaubt den hochgewachsenen Mangas Coloradas darunter erkannt zu haben. Walker ist mit einem recht großzügigen Entgelt vor Augen rasch für die gefährliche Unternehmung gewonnen und entwirft mit seinen Männern einen ausgefuchsten Plan, wie es dem Trupp gelingen könnte, das Apachengebiet mit heiler Haut zu durchqueren. Ihre Absicht ist es, den alten Coloradas zu entführen und als Geisel mit sich zu nehmen, was sie mit sicherer Gewissheit vor jedem Angriff der Apachen schützen würde, haben sie das Land erst einmal hinter sich gelassen, wollen sie den Häuptling wieder freigeben. Walker kennt Mangas und weiß um dessen große Hilfsbereitschaft und Friedenswilligkeit, sogleich schickt er drei Männer mit der weißen Parlamentärflagge zu dessen Lager und lädt ihn zu einem Treffen ins verlassene Fort McLane ein. Unter Umständen, so Walker’s Erwägungen, ist der im Grunde friedliebende alte Häuptling sogar freiwillig als Reisebegleiter und Lebensversicherung zu gewinnen. Auch Mangas scheinen ähnliche Überlegungen zu bewegen, als er sich gegen den ausdrücklichen Rat seiner Anführer - und obgleich mit reichlich Genug Erfahrung ausgestattet, den „verräterischen“ Bleichgesichtern zu misstrauen - entschließt, die Einladung des Bergläufers anzunehmen.

Doch das Schicksal meint es nicht gut mit den grau gewordenen Wölfen.

Wie es der Teufel will taucht in der Nacht vor dem Morgen des vereinbarten Termins Brigadegeneral Joseph Rodman West mit zweihundert Soldaten im Fort auf, um dort Quartier zu nehmen. Einige von Walker’s Männern sind einfältig genug, dem General von den Vorfällen zu berichten, Walker selbst findet weder Zeit noch Gelegenheit, den Ankömmling zu warnen. Als der ahnungslose Mangas frühmorgens im Lager auftaucht, die weiße Waffenstillstandsflagge erhoben, befiehlt der fanatische Indianerhasser und Befürworter ihrer Ausrottung seinen Männern, ihn zu ergreifen und in Fesseln zu legen. Der überrumpelte Häuptling sucht das Gespräch mit dem General, doch dieser lässt den rüstigen Greis in den engen Raum eines leerstehenden Hauses werfen und dort den ganzen Tag festhalten. Abends befiehlt er einigen Soldaten, den gefesselten Mangas an’s Campfeuer zu schleifen und erteilt seinen Männern eindeutige Instruktionen, die der missmutige Walker zur Untätigkeit verdammt belauscht. Laut seiner Aussage vermeldet Rodman beim Weggehen laut und deutlich vernehmlich: „Sie haben verstanden! Morgen früh möchte ich ihn tot haben!“

Wofür die verrohten Soldaten sich natürlich sehr viel Zeit nehmen und etwas Besonderes einfallen lassen.

In aller Ruhe bringen sie ihre Bajonette über dem Feuer zum Glühen, während der hilflose Mangas zwischen ihnen auf dem Boden liegt, und beginnen einer nach dem anderen, erst die Fußsohlen des Greises mit ihren rotglühenden Eisenspitzen zu malträtieren, dann die Waden, die Oberschenkel, den Bauch, die Rippen, Rücken, Arme, Schultern und Hals, stundenlang quälen sie den Wehrlosen auf diese bestialische Weise, der sich auf dem Boden krümmt, windet und herumwirft, ohne einen Schmerzenslaut von sich zu geben. Immer wieder versucht Mangas vergeblich, in Spanisch auf seine Peiniger einzureden und sie von ihrem Tun abzubringen, denn er beherrscht kein Englisch. Die ganze Nacht über foltern sie den alten Mann mit ihren Marterinstrumenten, in der ersten Dämmerung noch vor dem Morgengrauen treten zwei Männer an den auf dem Boden Liegenden heran, drücken die Gewehrkolben an die Schultern und feuern aus unmittelbarer Nähe mehrere Schüsse in den gemarterten Körper. Mangas Coloradas, der verehrte und ob seiner Weisheit gerühmte Dasoda Hae, Häuptling und Ältester der Chiricahua, ist endlich von seinen Leiden erlöst.

Als General West schließlich ausgeruht und ausgeschlafen am Tatort eintrifft, befielt er zufrieden, Manga’s den Kopf vom Leib zu trennen. Ein Armeearzt wird damit beauftragt, das Gehirn aus der Schädelhöhle zu fischen, das laut dessen Aussage noch größer ist als das von Außenminister Daniel Webster, das Fleisch von den Knochen zu schaben und den Totenkopf auszukochen. Hinlänglich präpariert wird Manga’s Haupt nach Washington geschickt und dort in einer langjährigen Ausstellung der neugierigen und schaulustigen Bevölkerung der hochkultivierten und zivilisierten Oststaaten präsentiert.

Keine Bange, auch mir wird davon übel.

Als Cochise von der entwürdigenden „Hinrichtung“ seines großen Vorbildes und geliebten Schwiegervaters erfährt, versteinert sich nicht nur das Gesicht des trauernden „Hartholz“, wie sein Name in der Chokone Sprache lautet, auch das des Apachenkrieges sollte in der Folge verhärtete Züge annehmen. Bei der Sperrung des Apache Passes zwei Jahre zuvor, den General Carleton mit einer mehrere tausend Mann starken Miliz und dem massiven Einsatz von Haubitzenartillerie regelrecht „freischießen“ musste, nachdem es fünfhundert Apache mehrmals gelungen war, die kalifornischen Freiwilligen abzuwehren und zurückzuschlagen, war Mangas schwer verwundet worden. Cochise transportierte seinen Schwiegervater auf einer Trage und zum Teil auf den Rücken gebunden auf abenteuerlichen und beschwerlichen Schleichwegen zu einem hundertfünfzig Meilen entfernten befreundeten mexikanischen Arzt, der seine Genesung mit Erfolg zu unterstützen vermochte. Diesmal aber konnte Cochise nichts mehr für seinen väterlichen Freund und Ratgeber tun. Einen Tag lang beobachtet er Fort McLane und muss mit einigen Kriegern hilflos mitansehen, wie die Soldaten Manga’s kopflosen Körper achtlos in einen Graben werfen, wo er schutzlos dem Fraß von Krähen und Bussarden ausgesetzt ist, erst im Schutz der Nacht kann er den geschändeten Leichnam bergen.

Oder besser dessen Überreste.


Aus den schriftlichen Quellen mehrerer nicht nur indianischer Historiker und Autoren geschöpft - als unbestrittene Tatsache. Müsste ich nicht eigens anfügen, aber ich habe die skurrile Erfahrung machen müssen, dass mir ausgerechnet von den Leuten mangelnde Recherche vorgeworfen wird, die sich mit der üblich abschwächend einseitigen Geschichtsschreibung nicht nur begnügen, sondern diese als allein gültige Wahrheit verkaufen. Was soll man dazu sagen? Ignoranz und Arroganz gehen Hand in Hand, und Lügen haben kurze Beine. Mangas hatte ausgesprochen lange.

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Desperado« (13.11.2017, 19:08)


hugo

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13.11.2017, 19:27

ja ich kannte Ihn nicht,

als ich angefangen habe mich für Indianer zu interessieren war ich glaube ich 3 oder 4. Damals hat mich alles interessiert zu diesem Thema. Irgendwann gab es dann einen Punkt, da bin ich in der 2. oder 3. Klasse gewesen ging mein Interesse immer mehr Richtung Waldland. Nach der Wende lernte ich dann meinen Freund Willie kennen, einen waschechten Cherokee. Die Cherokee und deren Geschichte war auch interessant. Seit 2004 bin ich dann bei den Seneca und Mohawk angekommen. Dort habe ich dann so etwas wie einen Hafen gefunden, eine so enge Verbundenheit, so als wenn ich schon immer dort oder bei Ihnen war. Eine spannende Entwicklung die ich da vollzogen habe, wo ich heute bin. Kein Tag vergeht, in dem ich nicht in irgend einer Form mit den Six-Nationen zu tun habe. Hauch wenn meine Haut weiß ist, mein Herz, meine Gedanken und mein Leben werden täglich immer "roter", das ist wohl der rote Weg, wenn es einen mal gepackt hat.

LG Hugo
FREUNDE sind wie STERNE am Himmel.
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dass es sie GIBT.

Desperado

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14.11.2017, 08:28

Das ist überhaupt kein Wunder,

wenn man bedenkt, dass Cochise und Geronimo zu den bekanntesten Indianern gehören, ist erstaunlich wenig über die Apache und Chiricahua insbesondere bekannt. Die Historiker müssen sich mit den Militärakten eines Jahrzehnte langen Vernichtungskrieges begnügen, die entsprechend einseitig, verfremdend und kurz gehalten sind, auch infolge mangelnder "Erfolgsmeldungen". Die Ethnologen haben nur wenige Dokumente zur Verfügung, etwa Geronimos straff gefasste und diktierte Lebensaufzeichnungen. Die Chiricahua konnten nicht nur sich selbst verbergen, sondern auch ihre Lebensweise, Kultur und Spiritualität. Es gibt nur sehr wenige schriftlich fest gehaltene Geschichten ihrer reichen Mythologie.

They took the whole Cherokee Nation, put us on this Reservation
took away our way of life, tomahawk and bowie knife
took away our native tongue and talk their english to our young
Cherokee people, Cherokee tribe, so proud you lived so proud you died
but some day when the world has learned
Cherokee Indians will return, will return, will return, will return!


Mit den Seneca und Mohawk ist das anders, über die Algonkin, die Stämme und Völker an den und um die großen Seen weiß man vergleichsweise viel. Sie sind absolut faszinierend, die Five Nations wurden sogar von Marx und Engels behandelt, Tecumseh und Pocahontas sind historische Persönlichkeiten, die zur Allgemeinbildung gehören. Als Dokumente gibt es allen voran Black Jacket's große Rede, Karl Knortz hat eine Mythensammlung zusammengestellt, Henry Longfellow das grandiose Lied von Hiawatha gedichtet, James Cooper seinen Mohikaner geschrieben, auch das Walam Olum der(?) Delaware gehört in diesen Kulturkreis - es gibt der "weißen" Quellen viele. Klar muss man da "sieben" und zuordnen, ansonsten aber wäre Vieles tatsächlich unwiederbringlich verloren gegangen. Auf alle Fälle hast Du mit dem Nordland eine gute Wahl getroffen. Der Süden hätte auch gepasst, im Völkergemisch der Seminole wärst Du gar nicht besonders aufgefallen, auch über die fünf zivilisierten Stämme gibt es einen vergleichsweise reichen Fundus. Alles in Allem ist das Thema Indianer unerschöpflich.

Mich hat es in die Wüste verschlagen, in den Südwesten genauer gesagt. In meinem Buch kommen aber auch alle andern Regionen zur Sprache bis hinauf zu den Inuit. Das wollte ich immer schon schreiben, ich musste in Richtung Alter kippen, ehe ich die Zeit fand dafür.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Desperado« (15.11.2017, 12:31)


hugo

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14.11.2017, 17:06

Hi Desperado,

also bei den Seminolen war ich und ja sich wäre ich da nicht sonderlich aufgefallen, aber das Klima, mir war es dort zu heiß und feucht. In Nord- und Südcarolina hat es mir gut gefallen. Aber mein Herz ist dann doch im NY-Staats und Canada bei den Iros geblieben.

LG Hugo
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14.11.2017, 17:39

Interessant ist in dem Zusammenhang die Geschichte des deutschen Apachen Herman Lehman

https://www.youtube.com/watch?v=O51RePkqf70
Erik - the master of desaster

Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet
(Samuel Langhorne Clemens)

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15.11.2017, 08:11

Hab ich auch gesehen. Sehr interessant. Ein kleines Kapitelchen in meinem Buch wert. Es gibt einige Erfahrungsberichte "befreiter" Weißer, die bei den Indianern aufgewachsen sind, und eines haben sie alle gemeinsam: Sie wurden in der "zivilisierten" Welt nicht mehr glücklich. Cynthia Parker, die Mutter Quanah Parkers, ist sogar an "Gram und Heimweh" gestorben. Oder auch:

Es gibt Fälle von Weißen, die als Kinder entführt wurden und bei den Indianern aufwuchsen, die sich nach ihrer „Befreiung“ nicht mehr zurechtfanden in der Welt, aus der sie einmal kamen, diese als entsetzlich erleben und derart unerträglich, dass sie nach einiger Zeit freiwillig zu ihren indianischen Familien zurückkehren, auch in die Trostlosigkeit eines Reservats. Andere, junge Männer ebenso wie Frauen, weigern sich von vornherein, ihre Adoptivfamilie zu verlassen, sie wollen Indianer bleiben und empfinden die Welt der Bleichgesichter als bedrohlich und mörderisch. Nicht auszudenken, was die Wilden mit denen angestellt haben. Mary Jemison ist nur ein bekanntes Beispiel von unzähligen anderen, weil sie Anfang des Jahrhunderts einem Arzt von ihrem Leben bei den Irokesen erzählt hat und dieser ihren Bericht zu Papier gebracht.

Mary befindet sich bereits in jugendlichem Alter, als sie miterleben muss, wie ihre Familie in den Wirren des französisch-englischen Krieges von einem Kommando aus Rotröcken und Indianern niedergemetzelt wird. Das junge Mädchen wird von zwei Seneca Schwestern adoptiert, die ihren Bruder im Krieg verloren hatten und die sich, nach ihren Worten, über sie freuen „wie über ein lange verlorenes Kind“. Mit ihrem neuen Namen Dickewamis lebt sie fortan bei den Indianern als eine von ihnen, der Wunsch nach einer Rückkehr in die Welt der Weißen schwindet zusehends und verschwindet schließlich völlig, sie heiratet und gründet mit ihrem Irokesenmann eine Familie, fühlt sich geborgen in und zugehörig zu ihrer Gemeinschaft, muss erleben, wie ihre Kinder von Weißen ermordet werden, und weint um sie mindestens so bitterlich wie einst um ihre Eltern. Dickewamis beschreibt ihr Volk jenseits aller Romantisierung als nicht immer ganz einfache Menschen, die getreu der Logik ihrer Kultur leben, einer Logik, die sie sich völlig einverleibt hat und tief in ihrem Herzen mit ihnen teilt.


Oh, Hugo, jetzt hab ich Dich übersehen. Mücken?

In der schweigenden Dunkelheit des Ursprungs hat Kishelamàkank von Mutter Erde Kukna geträumt, ehe er sie mit Hilfe der vier großen Geistwesen schuf, zusammen mit Sonne, Mond und Sternen. Muxumsa Lowànewànk, Großvater Norden raunt im Fels, Großvater Wapànewànk wispert im Ostwind, Großmutter Süden, Huma Shawànewànk knistert im Feuer, in den Wellen des Flusses murmelt Muxumsa Wunchènewànk, Großvater Westen. Im fernen Wetterleuchten grollt der Donner Großvater Pethakowe's, Wolf Tàme heult im milden Mondlicht Nipahuma's, der böse Matantu ist ursächlich für das Näseln der Mücken.

Glauben die Lenni Lenape. :D

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11.12.2017, 19:13

kann es sein, dass Herrmann Lehmann zwar eine Zeitlang bei Apachen gelebt hat, nachdem diese ihn geraubt haben, aber dann,
nach einem Zwischenfall bei dem Stamm ein Jahr alleine in der Wildnis gelebt hat, bevor er sich einer Comanchengruppe angeschlossen hat ?
Ich meine gelesen zu haben, dass er mit anderen Deutschen bei der Kapitulation Quanahs dabei war.

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11.12.2017, 22:20

Stimmt, er wurde bei den Apachen ausgestoßen, weil er den Mord an seinem Adoptivvater gerächt hat. Danach lebte er allein bis er von den Comanchen aufgenommen wurde, so war es lt Fernsehbericht

https://www.youtube.com/watch?v=DDwARgO4Qms
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12.12.2017, 20:43

danke, war mir doch so.
Kennt jemand das Buch neun Jahre unter indianern von Hermann Lehmann?

Nur mal so: in dem Film hat der Gute nen falschen Bogen

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Gestern, 16:45

Lenape Begriffe von Desperado

Hallo Desperado,

habe gerade zufällig deine Lenape Begriffe gesehen hier. Interessante Schreibweisen, aber leider (fast alle) falsch.

Nicht falsch verstehen, ich will nur die Gelegenheit nutzen zur Korrektur, hier kann man die Original Lenape Begriffe von Lenape Sprechern finden : www.talk-lenape.org

Den Begriff "Kukna" für Mutter Erde gibt es überhaupt nicht. Es heißt richtig Kahèsëna Hàki , Unsere Mutter Erde.

Wenn man im oben genannten online dictionary die Begriffe : Creator, Earth, North,etc. eingibt, kommen die Ergebnisse und gleich mit den Aussprache-Beispielen. Oder Thunder,Wolf und devil für Mahtan´tu. Vielleicht ist es ja auch sonst interessant für einige, dieses online dictionary (Lenape Language Preservation Project, Delaware Tribe of Indians, Oklahoma).

Ich bin mit den Delawaren und den Sprachprogramm Leuten in Kontakt und befreundet,(nur zur Erklärung warum ich reagierte) und es geht mir nicht darum hier den großen Maxe raushängen zu lassen, mir fiel es nur auf. Dies soll nur ein freundlicher Hinweis sein, dass es nicht ganz korrekt ist, mehr nicht. Leider finden sich ein paar fehlerhafte Info´s im Internet, (nicht von den Delawaren selbst natürlich), ist uns bekannt.

Sorry, ist auch nicht ganz richtig plaziert, da es ja hier um Apachen ging, aber wollte kurz darauf reagieren.

Wünsche euch allen ein fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch. Lenu

14

Gestern, 16:55

Buch über Mangas Coloradas

Mir fiel noch ein Buchtipp ein über den Mimbre/Chihenne Häuptling:

Edwin R. Sweeny, Mangas Coloradas - Chief of the Chiricahua Apache

Sweeny scheint ein anerkannter Autor und Historiker über die Apachen zu sein. Habe das Buch selbst noch nicht, werde es mir abe wohl noch zulegen.

Grüße

Lenu

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