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1

22.11.2011, 11:15

Skinbags

Hab ich in nem FB Forum gefunden und war mir ziemlich neu- das Bild von Catlin...

http://www.facebook.com/photo.php?fbid=1…&type=1&theater

kann grad keine Bilder klein machen- deshalb als Link...

FeelingCrowWoman

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Beruf: Altenpflege

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2

22.11.2011, 11:25

Hallo,

Link geht bei mir nicht.

Für alle die nicht in Facebook sind, hier das Bild.

neck skinned bags. 19th c drawings

LG
FeelingCrowWoman
»FeelingCrowWoman« hat folgende Datei angehängt:



Die beste Art, Konflikte zu lösen,
besteht darin, dem anderen Verständnis
und Respekt entgegen zubringen

Dalai Lama

4

22.11.2011, 18:13

Hi Elke & andere Interessierte,

dieses Bild von Catlin ist recht unbekannt im Gegensatz zu den häufig abgedruckten Portraits. Jedoch ist es überhaupt nicht uninteressant - ganz im Gegenteil - zeigt es doch wieder einmal, wie überaus prächtig die "Alltags"-Kultur zu jener Zeit aussah.

Dieses Bild gehört zu einem bebilderten Manuskript Catlins über indianische Pfeifen & deren Zubehör, welches sich im British Museum in London befindet; es wurde 1979 von John C. Ewers und unter Zusammenarbeit vom British Museum und der Smithsonian Institution veröffentlicht: "Indian Art in Pipestone - George Catlin's Portfolio in the British Museum" (ISBN 0-87474-420-2). Ob speziell dieses Bild seitens Catlin bereits zuvor veröffentlicht wurde kann ich nicht sagen.

Der Begleittext findet sich unten als Bild, hier die Übersetzung inklusive Erläuterung /Fußnote:

Indianische Taschen für "k'nick-k'neck". Die amerikanischen Indianer tragen ihren Tabak oder die zum Rauchen bestimmte Rinde und Kräuter in Taschen, die aus den Häuten der kleineren Tiere des Landes gefertigt werden und die man für gewöhnlich mit Stachelschweinborstenstickerei oder verschiedenen bunten Perlen verziert. Die am häufigsten für diesen Zweck verwendeten Tierhäute zeigt dieses Bild. [Hier nun von links nach rechts] Präriehund [bei Catlin auch als Murmeltier bezeichnet], Antilopenkalb, Otter, Biber und Ente. Die hier vorgestellten Zeichnungen entsprechen ungefähr der Hälfte der Größe der Originale, welche alle Teil von "Catlin's Indian Collection" sind.

Die Erläuterung / Fußnote:

[...] Der Geistliche Samuel Pond, der seine Missionsarbeit bei den Östlichen Dakota in Minnesota im Jahr 1834 begann, beschrieb den Gebrauch von Tierbälgen als Tabaksbeutel. "Auf der Jagd oder auf Reisen trug jeder Mann einen Beutel aus der Haut eines Mink, Skunk oder anderen kleinen Tiers mit sich, die komplett mit den Haaren gegerbt wurde [also als Pelz]. Die Haut zog man als Ganzes mit dem Kopf, Beinen und Schwanz ab, indem man die Karkasse durch einen Schlitz in der Kehle herauszog, welcher später die Beutelöffnung wurde. Er hing von der Hüfte herab, indem man den Kopf unter den Gürtel stopfte und war von großer Bedeutung für seinen Besitzer, stellte er doch die einzige Tasche dar, die er besaß. In ihm trug man die Pfeife und Tabak, Zunderholz, Feuerstein und Feuerstahl. All dies waren wichtige Utensilien, denn ohne sie gab es kein Rauchen und, was besonders im Winter viel schlimmer war, kein Feuer.

Die Bildersammlung im PDF von Isaac Walters ist (trotz Unschärfe bei einigen Bildern) sehr gut gelungen. Problematisch ist jedoch, dass er im Titel von "Eastern Woodlands" schreibt und die Bilder / Objekte auch diverse belegte Plains- oder Präriestücke zeigen.

Schaut man sich die verschiedensten Beutel und ihre Provenienz etwas genauer an, bemerkt man recht schnell, dass Exemplare aus dem Waldland und besonders dem Gebiet der Großen Seen (mit Quill) verzierte Paneele an den abgeschnittenen Beinen haben, während bei Exemplaren aus den Plains die Beine (meistens) komplett erhalten bleiben und mit Quill- oder Perlenwicklungen verziert sind - häufig auch unterlegt mit Stoff. Später vielleicht mehr dazu...

Ciao, Jens
»Quillshirt78« hat folgende Datei angehängt:
Fragt man einen Mandan, so sind Orcas jenseits der Berge....!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Quillshirt78« (22.11.2011, 19:25)


5

22.11.2011, 18:30

Danke Jens und Feeling für die Übersetzung sowie das Bild !
LISTEN TO THE ELDERS !
Dad hots fruier nit geweh !

Beiträge: 812

Wohnort: Sömmerda

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6

23.11.2011, 18:04

Ah Je Gö

das ist eine Erklärung, für den Schlitz und vor allem wie und wo

dann hab ich ja richtig gemacht :D
Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische.
Karl Valentin (1882 - 1948 ) Münchner Querdenker und Wortkünstler

Und für das komische bin ich verantwortlich :D

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