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  • »Morning Star« ist der Autor dieses Themas

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1

23.08.2008, 08:07

Wounded Knee 1973

Gegen Ende der 60er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts entstanden insbesondere in den Elendsvierteln der amerikanischen Großstädte verschiedene indianische Organisationen mit sehr unterschiedlichen Zielrichtungen…

Eine der bemerkenswertesten Vereinigungen ist die >American Indian Movement< (AIM).
Die Begründer dieser Organisation waren junge Ojibwa – Indianer aus Minneapolis, welche mit der traditionellen Organisation, die in dieser Stadt tätig war, unzufrieden waren.
AIM verglich diese mit „Äpfeln“ – außen rot und innen weiß.
Keine Aktion von AIM fand ein so weltweites Echo wie deren Aktion in Wounded Knee.
Jener Ort in Süddakota, wo am 29. Dezember 1890 etwa 300 Lakota unter ihrem Häuptling
Big Foot vollkommen sinnlos von den Soldaten der Siebten Kavallerie niedergemetzelt wurden, Wounded Knee gilt als symbolisches Ende der militärischen Konflikte zwischen
Indianern und US –Armee.
Wer kennt nicht das Bild des Big Foot im Tode, erbärmlich bekleidet, sein Leichnam durch den strengen Frost zu einer grotesken Figur erstarrt – hier starben nicht nur die Lakota, hier starb der Traum eines ganzen Volkes.
An diesen Ort tiefster Erniedrigung kehrten die Initiatoren der Aktion Wounded Knee zurück,
unter Anführung von Russel Means und Dennis Banks zogen etwa zweihundert Natives am frühen Abend des 27. Februar 1973 in den Ort und verschanzten sich.
Wenig später erschienen Bundesbeamte mit Maschinengewehren und zogen einen Ring um den Ort. Die Natives verkündeten auch hier ihre Forderungen:
Auflösung des damals von Richard Wilson geleiteten Stammesrates der Oglala,
Überprüfung bzw. Einhaltung der weit über dreihundert abgeschlossenen Verträge,
Revision der Tätigkeit des Amtes für indianische Angelegenheiten durch den Senat

Erste Verhandlungen mit Regierungsvertretern scheitern mehrheitlich, lediglich die bei der
Besatzung genommenen elf Geiseln wurden nach zwei Tagen freigelassen, gleichzeitig wuchs mit jedem Tag das weltweite Interesse der Presse und der Medien.
Anfang März landeten zwei weiße Sympathisanten innerhalb des Belagerungsringes mit einem Kleinflugzeug und brachten den Eingeschlossenen Nahrung und Decken, am folgenden Tag wurden diese Beiden verhaftet. Der Postenring wurde verstärkt, auch Panzerschützenwagen rollten vor Ort auf. Immer wieder Verhandlungen ohne Ergebnis, es gab einzelne Schießereien, bei welcher ein US –Marshall schwer verwundet wurde – im Laufe der Belagerung jagen „Phantom“ Jäger über den Ort, zum Glück öffneten sie nicht die
Raketenmagazine.
Anfang April erklärte sich die US – Regierung bereit, die Forderungen zu erfüllen, Russel Means und der amerikanische Justizminister Frizzel bekräftigten das Abkommen per Handschlag. Aber auch dieses Abkommen wurde schon nach drei Tagen gebrochen, die Lage verschärfte sich wieder, die Natives bereiteten sich auf einen Angriff vor.
Es kam zu vereinzelten Gefechten mit teilweise tragischem Ausgang.
Am 18.April warfen wiederum einige Kleinflugzeuge Versorgungsware für die Eingeschlossenen ab, ein Hubschrauber mit Beamten wollte diese abdrängen. Als dieser
Hubschrauber von unten beschossen wurde, erwiderten die Beamten das Feuer und verletzten den Native Frank Clearwater am Kopf, dieser erlag wenig später seiner Verletzung.
Ende April verließ der asthmakranke Native Buddy La Monte einen Bunker, um Luft zu bekommen, hierbei wurde er von Beamten erschossen.
Enttäuscht legten die Natives am 07.Mai die Waffen nieder, 71 Tage hatten sie ausgeharrt.

Die Aktion in Wounded Knee änderte letztlich nur wenig an der trostlosen Situation in den
Reservationen.
Der eigentliche „Sieg“ bestand für die Natives darin, sich aus der Vergangenheit zurück zumelden, die Botschaft an die Welt war:
>Wir sind noch da, wir kehren in unser Amerika zurück, Wounded Knee ist nicht das Ende der Lakota, das Ende der Natives gewesen<
Bei vielen Natives wurde hierdurch auch ein neues Bewusstsein ihrer eigenen Kultur geweckt,
ein Bewusstsein, das zu Sagen vermeint:
Wir Natives fordern unseren gebührenden Platz im heutigen, zukünftigen – in unserem Amerika…

Morning Star
Morgen-das ist der erste Tag vom Rest Deines
Lebens

FeelingCrowWoman

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2

23.08.2008, 09:02

Hallo Morning Star,

vielen Dank wieder, für deine sehr gute und schön beschriebene Ausführung, zu diesem Ereigniss.
Deine Zusammenfassung liest sich wie immer, sehr schön.

Hier auch noch einige Links, zum Nachlesen, Bildern ansehen und zuhören.

http://www.english.uiuc.edu/maps/poets/m_r/momaday/knee.htm

http://www.usmarshals.gov/history/wounded-knee/index.html

http://www.americanindianmovement.org/

oder etwas in deutsch

http://www.welt-der-indianer.de/geschichte/wounded-knee.html

Wounded Knee - Occupation '73

http://de.youtube.com/watch?v=gRcAYOIhx4Y


1973 veröffentlichte die Rockgruppe Redbone diesen Hit "We Were All Wounded at Wounded Knee
http://de.youtube.com/watch?v=LwQ-y47ROaU&feature=related

LG
FeelingCrowWoman



Die beste Art, Konflikte zu lösen,
besteht darin, dem anderen Verständnis
und Respekt entgegen zubringen

Dalai Lama

Morgenstern

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3

23.08.2008, 09:08

Hallo großer Bruder,

danke für den interessanten Bericht. Wenn ich Deine Artikel lese, komme ich mir immer vor, als würde ich mit Gänsehaut am ganzen Körper im Kino sitzen... :)

LG - Morgenstern

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4

29.12.2008, 08:19

Wounded Knee am 29.Dezember 1890

Nach dem Tode von Sitting Bull flohen hunderte Hunkpapa von Standing Rock, suchten Zuflucht in einem der Geistertanzlager oder bei Red Cloud. Etwa hundert dieser Fliehenden stießen am 17.Dezember auf das Lager des Miniconjouhäuptlings Big Foot am Cherry Creek.
Als der Häuptling vom Tode Sitting Bull`s erfuhr, wollte er mit seinen Leuten ebenfalls zur Agentur Pine Ridge ziehen, weil er von Red Cloud Schutz vor den Soldaten erhoffte. Big Foot stand auf der Liste der „Unruhestifter“ des Kriegsministeriums, man hatte von dort den Befehl erteilt, Big Foot und seine Gruppe zu verhaften und ins Militärgefängnis nach Omaha zu bringen. Der Häuptling war unterwegs an einer Lungenentzündung erkrankt, spuckte Blut und musste liegend transportiert werden. Am 28.Dezember näherte sich die Gruppe dem Porcupine Creek, als man Kavallerietruppen entdeckte. Der Miniconjou befestigte sofort eine weiße Fahne an seinem Wagen, am frühen Nachmittag traf er mit Major Samuel Whitside zusammen, dieser wies die Lakota an, seiner Truppe zu einem Kavallerielager am Wounded Knee zu folgen. Whitside stellte dem kranken Häuptling seinen Ambulanzwagen zur Verfügung und in einer aufgestellten Kolonne erreichte man das Lager am Wounded Knee.
Hier, am Chankpe Opi Wakpala, lag an verborgener Stelle das Grab von Tashunka Witko.
Dort wurden die Lakota zunächst gezählt, hundertzwanzig Männer und zweihundertdreißig
Frauen und Kinder hatte man registriert. Da es schon dunkelte, verschob man die geplante Entwaffnung auf den nächsten Morgen. Whitside stellte den Lakota einige Zelte, Lebensmittel als auch den Militärarzt zur Verfügung, gleichzeitig postierte er einen Postenring sowie seine mitgeführten Hotchkisskanonen um das Lager. Am späteren Abend traf eine weitere Abteilung Kavallerie unter Colonel James W.Forsyth ein, der das Oberkommando über die Seventh Cavalry führte. Big Foot verbrachte eine unruhige Nacht. Vor vierzehn Jahren hatte ein Teil seiner Krieger am Little Big Horn gegen dieses Regiment gesiegt, einige der damaligen Offiziere waren unter den nun aufgestellten Kavalleristen – ob diese wohl noch nach Rache dürsteten. Am nächsten Morgen teilte man den Lakota mit, dass man sie nun entwaffnen würde. Da die Offiziere mit der Anzahl der abgegeben Waffen unzufrieden war, wurde eine Durchsuchung der Zelte angeordnet, hierbei wurden zwei Gewehre gefunden.
Eines dieser Gewehre gehörte einem jungen Miniconjou namens Black Coyote. Der junge Mann hatte einen hohen Preis für die Waffe bezahlt und hielt sein Gewehr über den Kopf.
Black Coyote soll taub gewesen sein, was bei ihm, aufgrund des Nichtverstehens, zu weiterer Unsicherheit führte. Soldaten versuchten, ihm die Waffe zu entreißen, als sich plötzlich ein Schuss löste. Sekunden später tötete eine Gewehrsalve der Soldaten die ersten Lakota, auch Big Foot war unter den Toten. Nach einem kurzen Handgemenge zwischen den Soldaten und Indianern mussten sich die Lakota aufgrund fehlender Waffen zurückziehen, suchten ihr Heil in der Flucht. Zwischenzeitlich hatten die Soldaten bereits begonnen, das Lager mit ihren Kanonen von dem Berg aus zu beschießen, die Schrapnells zerfetzten das Lager, metzelten die Männer, Frauen und Kinder nieder…
Nachdem das Feuer eingestellt wurde, zählte man über einhundertfünfzig tote Lakota, viele
andere waren schwer verletzt, manche krochen davon und erfroren in einsamer Stille.
Insgesamt fanden etwa dreihundert Lakota am Wounded Knee den Tod. Die getöteten Soldaten waren zumeist durch das eigene Geschützfeuer getroffen worden. Die verwundeten Soldaten wurden zuerst nach Pine Ridge gebracht, erst am Nachmittag kehrte eine Gruppe von Soldaten auf das Schlachtfeld zurück und sammelte die Verwundeten mit Wagen ein, vier Männer und siebenundvierzig Frauen und Kinder. Die Toten ließ man aufgrund eines Schneesturmes tagelang liegen, der strenge Frost formte groteske Bilder aus den leblosen Körpern. Als die Wagen am Abend mit den Verwundeten in Pine Ridge eintraf, waren dort alle Baracken mit Soldaten belegt, man ließ die Lakota einfach geraume Zeit in der Kälte liegen, endlich wurde in der Kirche Platz geschafft, Heu herein getragen, ein paar Kerzen angezündet. Einige wenige Lakota bemerkten ein Tuch über der Kanzel, mit der Inschrift:
>Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen<


„Ich wusste damals nicht, wie viel zu Ende ging. Wenn ich heute von dem hohen Berg meines Alters zurückblicke, kann ich die niedergemetzelten Frauen und Kinder verstreut und in Haufen entlang der gewundenen Schlucht so deutlich sehen, wie ich sie sah, als meine Augen noch jung waren. Ich kann sehen, dass noch etwas anderes dort in dem blutigen Schlamm starb und vom Schnee begraben wurde. Eines Volkes Traum ist dort gestorben“
Black Elk


Anmerkung: Wer stellt bitte mal ein paar Fotografien zum Thema ein
- Big Foot im Tode
- Es gibt auch Fotografien von der Gedenkstätte

Morning Star
Morgen-das ist der erste Tag vom Rest Deines
Lebens

Pat69

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5

29.12.2008, 09:26

Das "Denkmal".
»Pat69« hat folgende Datei angehängt:
  • WoundedKnee.jpg (32,1 kB - 470 mal heruntergeladen - zuletzt: 28.02.2014, 11:39)

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6

29.12.2008, 13:30

Mitgestaltung

Danke ! euch Dreien für die geleistete Hilfe zum Beitrag.

Gruß Morning Star
Morgen-das ist der erste Tag vom Rest Deines
Lebens

bigindiangirl

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7

29.12.2008, 17:14

habe da auch noch was


http://de.youtube.com/watch?v=5dZBlZH7nxY

bigindiangirl

sitanka

unregistriert

8

06.03.2009, 21:36

Zitat

Original von 24open
Mach ich dir :)


hier liegt mein big foot (sitanka) gefroren und tot im schnee, obwohl er ohnehin sehr schwer krank war :(

Joe

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9

07.03.2009, 00:24

Zitat:

Zitat

„Ich wusste damals nicht, wie viel zu Ende ging. Wenn ich heute von dem hohen Berg meines Alters zurückblicke, kann ich die niedergemetzelten Frauen und Kinder verstreut und in Haufen entlang der gewundenen Schlucht so deutlich sehen, wie ich sie sah, als meine Augen noch jung waren. Ich kann sehen, dass noch etwas anderes dort in dem blutigen Schlamm starb und vom Schnee begraben wurde. Eines Volkes Traum ist dort gestorben“ Black Elk


Unheimlich starke Worte, die mich seit Jahren unheimlich beeindrucken und traurig machen. 2005 habe ich Pine Ridge und den Friedhof von Wounded Knee besucht. Ingesamt war ich eine Woche dort, habe bei einer Dakotafamilie gelebt und unter anderen die Familie Red Cloud besucht. Mitten in der Woche hatte ich das große Glück an einen kleinen indianischen Fest teilzunehmen, es gab Kaffee und Barbecue, Sängercontest, Rundtänze, Snake Dance, Two Step, Owl Dance, Rabbit und eine Ehrung für die Wounded Knee Rider (die reiten jeden Dezember den Fluchtweg von Big Foot seinen Leuten nach). Gegen 1,00 Uhr nachts endete das Tanzfest und die Kinder und die Erwachsenen begannen Handgames mit allen Schikanen (singen von Spielliedern und Wetteinsätzen in Dollar). Das Tolle war, das jede Altersklasse vertreten war und alle Spaß hatten und sich wohlfühlten.

Ich glaube, der Traum beginnt schon seit Jahren (vielleicht 1973) wieder zu leben, noch klein und verwundbar, aber er lebt. Ich glaube daran.
Wir in Deutschland können einen klitzekleinen Beitrag dazu leisten, dass das, was da wieder anfängt zu leben , auch überlebt und größer wird.

Joe
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sitanka

unregistriert

10

07.03.2009, 10:26

Zitat

Original von Joe

Zitat

Unheimlich starke Worte, die mich seit Jahren unheimlich beeindrucken und traurig machen. 2005 habe ich Pine Ridge und den Friedhof von Wounded Knee besucht. Ingesamt war ich eine Woche dort, habe bei einer Dakotafamilie gelebt und unter anderen die Familie Red Cloud besucht.

das heißt du hast henry red cloud kennengelernt. ich kenne ihn auch sehr gut, ich werde heuer diese reise im august machen und ihn besuchen. bisher ist er immer zu uns gekommen, jetzt werde ich nach pine ridge fahren.
außerdem werde ich ebenfalls woundet knee besuchen, denn ich habe eines tages in österreich mitten auf der straße eine alte dollarmünze aus dem jahr 1936 gefunden und hinten ist ein bison drauf und vorne das bild von sitanka (big foot) ich werde ihm die münze auf sein grab legen.

Zitat

Mitten in der Woche hatte ich das große Glück an einen kleinen indianischen Fest teilzunehmen, es gab Kaffee und Barbecue, Sängercontest, Rundtänze, Snake Dance, Two Step, Owl Dance, Rabbit und eine Ehrung für die Wounded Knee Rider (die reiten jeden Dezember den Fluchtweg von Big Foot seinen Leuten nach).

ja, ein bekannter von mir, also landsmann, er ist schon zweimal mitgeritten, er hat mir erzählt, dass es manchmal so um die 20° minus hatte.

Zitat

Ich glaube, der Traum beginnt schon seit Jahren (vielleicht 1973) wieder zu leben, noch klein und verwundbar, aber er lebt. Ich glaube daran.

ich glaube sogar daran, dass sie schon wieder angefangen haben zu leben. sie halten sich hald nur sehr bedeckt, doch trotzdem schauen sie,dass politisch etwas weitergeht, ich hofe, das mit der unabhängigkeit wird noch voran schreiten.

Zitat

Wir in Deutschland können einen klitzekleinen Beitrag dazu leisten, dass das, was da wieder anfängt zu leben , auch überlebt und größer wird.
Joe

aber denkst du, dass "ein beitrag dazu leisten" das heißt, dass weiße menschen herumlaufen wie indianer, ihre kleidung tragen, ihre rituale nachahmen. das denke ich nicht, sondern wir müssen erzählen wie es da drüben aussiseht, denn wir sind nun mal weiß und einige wenige weiße könnten gute arbeit leisten, in dem wir den anderen die augen öffnen, doch ich denke nicht, das es klappt, wenn wir das indianer sein nachahmen, in dem wir wie sie herumlaufen.

lg, sitanka

Kiowa_Reenactor

unregistriert

11

07.03.2009, 10:41

sitanka

""aber denkst du, dass "ein beitrag dazu leisten" das heißt, dass weiße menschen herumlaufen wie indianer, ihre kleidung tragen, ihre rituale nachahmen. das denke ich nicht, sondern wir müssen erzählen wie es da drüben aussiseht, denn wir sind nun mal weiß und einige wenige weiße könnten gute arbeit leisten, in dem wir den anderen die augen öffnen, doch ich denke nicht, das es klappt, wenn wir das indianer sein nachahmen, in dem wir wie sie herumlaufen.

lg, sitanka ""


ich gehe mal nach deinem text davon aus das du dich als rassistin siehst,oder?
was versteht den eine österreicherin von weiss,wenn sie doch selber weiß ist,warum nennst du die indianer nicht "rote"?? ich zumindest habe keinen weissen Ar...,aber rot ist der auch nicht,was nun,hmmm.

du nennst leute mit heller hautfarbe weisse,nennst dich aber im nick mit einen berühmten indianernamen-wie geht das?

ja ich habe eine andere meinung zu esotherikmenschen und auch zu denen die indianische zeremonien für geld machen-ist das vieleicht ne art zu helfen??

wir sind hobbyisten,zumindest ein großteil hier im forum,wir fertigen unsere sachen an und tragen sie und wir spielen indianer OHNE das wir uns damit bereichern,was einige hier an hilfe leisten kannst du doch garnicht beurteilen,also bitte zügel dich in einigen äußerungen

12

07.03.2009, 10:51

Kio +1!
Fragt man einen Mandan, so sind Orcas jenseits der Berge....!

Caribu Will

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13

07.03.2009, 11:51

hallo sitanka,

kann mich kio nur anschließen, und möchte mich nicht mit wen kenn ich prüsten.

wenn ich aber als hobbyist in kindergärten, schulen oder zu projektwochen gehe, kann ich glaube ich meinen beitrag zur verständigung der indianer leisten.

lg caribu will

Joe

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14

07.03.2009, 13:27

Ich glaube nicht daß Sitanka rassistiasche Anflüge hat, im Gegenteil.

Ich glaube, daß es wichtig ist über die Indianer in Vergangenheit und Gegenwart zu informeiren. Indem wir aber nur über die Zeit berichten, als in die Indianer noch in Freiheit leben, verklären wir den Blick auf die Indianer. Damals waren die Indianer frei, stolz, tapfer usw., heute sind die zu viele Natives arm, krank, alkoholsüchtig und dick. Und sie leiden darunter. Darum können sich viele Hobbyisten mit den heutigen Natives nicht identifizieren und gehen ihnen aus den Weg.
Heute geschieht aber so vieles Zukunftweisendes auf den Reservationen, das beweist die indianische Kultur lebt, das sie stark ist und im zunehmenden Maße das Leben in den Reservationen beeinflusst. Der Nationalstolz der Natives nimmt zu.
Und da können wir den besagten klitzekleinen Beitrag leisten. Wie muß sich Henry Red Cloud fühlen, wenn er als Mitglied einer unterdrückten, vielfach verachtetenden Minderheit nach Deutschland kommt und dort auf Leute trifft, die ihn nicht nur unterstützen, sondern die seine jetzige Kultur so toll finden, daß sie jahrelang ihre heutigen Lieder lernen und Powwow tanzen. Und nicht eine Zeit glorifizieren, die längst untergegangen ist ( so faszinierend sie auch sein mag). Meint Ihr nicht auch, wenn Red Cloud auf Leute trifft, die seine jetzige Kultur toll finden, dass er dann ein klein wenig stolz auf sein heutiges Volk ist, dass er sich ein klein wenig anerkannt fühlt , er und nicht sein Vorfahr 1860.



Sitanka
Red Cloud war 2005 in Grimma und hat über das Village Earth Project der Bisonzucht in Pine Ridge an einem Vortragsabend berichtet. Da ich auch, in bescheidenen Maße Bisonszüchter bin und meine Familie zusammen mit den Rhinowland-Singers den Vortrag organisiert und durchgeführt haben, ergab sich eine tolle Athmospäre. Red Cloud hat mich nach Pine Ridge eingeladen und so konnte ich ebend diese gute Zeit in Pine Ridge erleben.

Viele Grüße Joe

Kiowa_Reenactor

unregistriert

15

07.03.2009, 14:21

joe
das ist soweit völlig richtig,aber ich gebe nur meine eigene meinung ab und spreche nicht für andere,ich bekomme immer einen geschwollenen hals wenn ich höre/lese,wenn eine "weisse" schreibt,wie weiss wir doch sind.

man kann auch nicht alle indianer über einen kam scheren und sagen das sie süchtig,dick kulturlos sind,soweit mir bekannt ist,gibt es reservationen und indianer denen geht es weitaus besser wie uns,sie haben genug einkommen,gehen ihrer arbeit nach und und und.
es gibt aber auch eine menge indianer die nicht stolz darauf sind das zb. hier in deutschland powwow von europäern gemacht wird,oder das sie ihre lieder singen.

ich persönlich kann mir nicht vorschreiben lassen was ich zutun habe,ich hab nur ein einziges was ich mir persönlich untersage udn das sind zeremonielle dinge. es ist immer wieder erstaunlich,wieviel europäerinnen sich für das "wohl" der indianer einsetzen,ohne zu wissen,ob der indianer das überhaupt möchte

old man

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16

07.03.2009, 16:46

au weiah!

jetzt geht das schon wieder los - und wir werden doch zu keinem Ergebnis kommen!

Kio hat recht, Joe hat recht, letztlich auch das "Großfüßchen"!

in ALLEM steckt etwas "Wahres".

Dennoch:

Man hilft unseren "Idolen" keineswegs, indem man hier "lehrt" wie es drüben bei ihnen aussieht.
Es gibt viel zu viele, die an den sogenannten "Hilfen für die armen, armen Natives" selber eine Menge Geld verdienen!!

JOE - DU BIST HIER NICHT GEMEINT!!!!

Wenn man ihnen wirklich helfen will, muß man selbst erst eine gehörige Portion Verständnis für die Lebensweise und vor allem für die Denk- und Verhaltensweisen dieser oft sehr unterschiedlichen Menschen haben.

Man wird vieles aber nicht verstehen können, selbst wenn man sich intensivst bemüht!

Verstehen wir die Denk- u. Verhaltensweisen unserer muslimischen Mitbürger????

Ich gebe Euch ein Beispiel:

Eine Reservation. Dreckig! überall liegen pops, plastik undPlastikflaschen, alte Autobatterien, usw. usw. - Es sieht aus, wie bei uns in Europa auf den Müllkippen (alter Provenienz).

Einer der verantwortlichen des Stammesrates (Regierung des Reservats!) ist mit mir im Gespräch.
Kommt ein Weißer mit einem "truck" gefahren. Sammelt alles sauber ein.

Ich frag den Stammesvertreter was der "Weiße" damit macht? Antwort:

der bringt es zur nahen Stadt zur Deponie, sortiert es dort aus und bekommt Geld dafür!!!!

Ich frage: warum laßt ihr z.B. eure Kinder nicht das ganze Papier, Plastik, Popdosen usw. sammeln. Jeweils auf dem eigenen Familien-Grund und Boden. Einen Monat lang und am Ende eines Monats fährt der Vater es mit seinem truck zur Stadt zur Deponie, sortiert es dort und bekommt Geld für seine Kinder, denen er nicht einmal die Lehrmittel für die Schule bezahlen kann????

Erstauntes mich anstarren, nachdenken, dann die Antwort: Hört sich nach einer guten Idee an; werde es dem Stammesrat einmal unterbreiten!

Bin seitdem nicht wieder drüben gewesen! Weiß nicht, was draus geworden ist. Aber es handelte sich um eine der "besseren" Reservationen!
Eine, die insofern nicht mit Pine Ridge oder Rosebud zu vergleichen ist.
Und auf der die "Natives" sich nicht wie bei der Lakota-Nation andauernd die Köppe gegenseitig einschlagen.

Und damit gleich zu dir, Joe:
Wenn du erfahren möchtest, wie es HEUTE bei unseren "Idolen" insgesamt so zugeht, abboniere die Zeitschrift
NATIVE PEOPLES, ARTS & LIFEWAYS

Ich schicke dir gerne ein Probeexemplar per normale Post zu; benötige dann aber deine Privatadresse, die du mir über "PN" mitteilen kannst.

Was aber "Großfuß" betrifft, nun, wenn sie meint, es sei IHR Big Foot - so ist das ihr Problem! :rolleyes:

Ich weiß nicht, wie alt das Mädel ist, scheint aber noch 'ne Menge Lebenserfahrung zu benötigen.
Andrerseits, wenn ich mir das "Profil" so anschaue - da beißen sich einmal ein noch etwas mädchenhaftes Begeistert-sein, mit der Berufsangabe, die doch eigentlich ein gewisses Erwachsen-sein erfordert. ;)

in diesem Sinne, und nichts für Ungut ;) ;)

old man
je mehr ich weiß, desto weniger weiß ich!

nativegirl

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17

09.03.2009, 16:50

hi sitanka, =)



habe mal 2 bescheidene fragen......und zwar ist dass auf den 5 cent münzen der bigfoot?-du hasst doch diese gemeint oder?
dass würde ich gerne wissen,oder welche münze meinst du?
gibt es eine münze mit bigfoot drauf?

dein zitat:
--------------------------------------------
zitat:''dollarmünze aus dem jahr 1936 gefunden und hinten ist ein bison drauf und vorne das bild von sitanka (big foot) ich werde ihm die münze auf sein grab legen.''
---------------------------------------------



und könntest du mir erklären wass du mit deiner aussage betreffend ''big foot ''genau meinst?
---------------------------------------------
zitat:''hier liegt mein big foot (sitanka) gefroren und tot im schnee, obwohl er ohnehin sehr schwer krank war''
--------------------------------------------
hast du etwas mit der familie zu tun?-kennst du sie näher?



gruss-nativegirl
ich weiss wer ich bin,
weil ich weiss, woher ich komme und was ich bin.
und weil ich begreife,
woher ich komme und was ich bin,
weiss ich auch, wohin ich gehe.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »nativegirl« (09.03.2009, 16:52)


sitanka

unregistriert

18

09.03.2009, 19:50

Zitat

ich gehe mal nach deinem text davon aus das du dich als rassistin siehst,oder?
aha, wie kommst du denn darauf, weil du das selbst so beschlossen hast? ich bin mit sicherheit keine rassistin.

Zitat

was versteht den eine österreicherin von weiss,wenn sie doch selber weiß ist,warum nennst du die indianer nicht "rote"??

du schreibst sehr verwirrend, was soll den das heißen, ich als weiße verstehe nicht was weiß ist, natürlich weiß ich das, ich habe bemerkt und viele natives sagen mir das auch oft genug, dass fast nur uns weißen es einfällt indianer nachzuahmen. und ich würde einen native nie rot nennen, weil sie es nicht sind, ich nenne sie meist nicht mal indianer, weil sie keine indianer sind, sie hören es nicht so gern, also tu ich es auch nicht, aus respekt.

Zitat

ich zumindest habe keinen weissen Ar...,aber rot ist der auch nicht,was nun,hmmm.

dann such dir hald eine farbe aus, wie wärs mit rosa :D

Zitat

du nennst leute mit heller hautfarbe weisse,nennst dich aber im nick mit einen berühmten indianernamen-wie geht das?

tja das liegt wohl unter anderm daran, weil ich mit sitanka entfert verwandt bin. ich hatte mal indianische vorfahren über eine ur ur ur ur großmutter oder so ähnlich.

Zitat

ja ich habe eine andere meinung zu esotherikmenschen und auch zu denen die indianische zeremonien für geld machen-ist das vieleicht ne art zu helfen??

wie gesagt du schreibst sehr verwirrend. was meinst du mit, ist das ne art zu helfen? nennst du das den natives helfen, wenn europäer oder zumindest nicht natives, ihre rituale und zeremonien einfach nachmachen und geld einsacken, da haben ja natives nichts davon.

Zitat

wir sind hobbyisten,zumindest ein großteil hier im forum,wir fertigen unsere sachen an und tragen sie und wir spielen indianer OHNE das wir uns damit bereichern,was einige hier an hilfe leisten kannst du doch garnicht beurteilen,also bitte zügel dich in einigen äußerungen

dann frage ich mich aber, wenn ich nicht urteilen soll, warum du es tust, du urteilst nämlich grade über mich und was ich diesen menschen schon an hilfe geleistet habe, kannst du auch nicht beurteilen, weil du noch nie dabei warst, wenn ich hilfe geleistet hab. und ähm, wenn dich das alles nicht betrifft, warum regst du dich so darüber auf? das ist rein meine meinung und auch die meinung vieler natives, die meist nur darüber lachen, wenn europäer als indianer verkleidet rumlaufen und foren sind dazu da, das man seine meinung kund tut und sagt was man sich denkt, deswegen muss man nicht gleich emotional reagieren.

es soll jeder tun was er will von mir aus, es ist troztdem meine meinung.

sitanka

unregistriert

19

09.03.2009, 19:54

Zitat

Original von Caribu Will
hallo sitanka,

kann mich kio nur anschließen, und möchte mich nicht mit wen kenn ich prüsten.

wenn ich aber als hobbyist in kindergärten, schulen oder zu projektwochen gehe, kann ich glaube ich meinen beitrag zur verständigung der indianer leisten.

lg caribu will


mal ne frage, können leicht die native americans nicht für sich selbst sprechen? ich werde auch oft angesprochen darauf, weil ich eine native interessierte bin so was zu machen, ich sage nein, ich höre mich um und schau, dass ihr wirklich einen native american bekommt, ich bin europäerin.

sitanka

unregistriert

20

09.03.2009, 20:05

Zitat

Original von Kiowa_Reenactor
joe
das ist soweit völlig richtig,aber ich gebe nur meine eigene meinung ab und spreche nicht für andere,ich bekomme immer einen geschwollenen hals wenn ich höre/lese,wenn eine "weisse" schreibt,wie weiss wir doch sind.

man kann auch nicht alle indianer über einen kam scheren und sagen das sie süchtig,dick kulturlos sind,soweit mir bekannt ist,gibt es reservationen und indianer denen geht es weitaus besser wie uns,sie haben genug einkommen,gehen ihrer arbeit nach und und und.
es gibt aber auch eine menge indianer die nicht stolz darauf sind das zb. hier in deutschland powwow von europäern gemacht wird,oder das sie ihre lieder singen.

ich persönlich kann mir nicht vorschreiben lassen was ich zutun habe,ich hab nur ein einziges was ich mir persönlich untersage udn das sind zeremonielle dinge. es ist immer wieder erstaunlich,wieviel europäerinnen sich für das "wohl" der indianer einsetzen,ohne zu wissen,ob der indianer das überhaupt möchte


weißt du kiowa,

genau das hab ich damit gesagt, in meinem ersten posting.

ich habe gesagt, dass ich menschen nicht besonders mag, die den natives ihre zeremonien und rituale klauen und die native americans mögen solche "weißen" auch nicht unbedingt.

ähm und noch was, du kannst nicht vorher sagen, ich solle nicht urteilen, wenn du es doch selbst tust, außerdem woher willst du wissen, ob ich weiß bin?

@ nativegirl, ich habe ein buch zu hause wo der urenkel von sitanka (also big foot) die münze in die kamera hält und sagt, dass das sein urgroßvater war. es ist jedoch nicht diese münze, die ihr hier gezeigt habt,sie sieht anders aus.
ich bin nur eine entfernte verwandte von big foot, sozusagen, ich hatte mal eine großmutter vor 300 jahren, die mit big foot verwandt war. also nicht mehr der rede wert, ich habe nur oft das gefühl (bitte nicht auslachen) das ich eine verbindung mit ihm habe. die habe ich seit meinem 20. lebensjahr, obwohl ich da noch nicht mal wusste, dass es mal indianische vorfahren in meiner familie gab. eigenartig nicht wahr? naja daher auch mein bzw "sein" username.

lg, sitanka

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sitanka« (09.03.2009, 20:15)


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