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1

29.09.2005, 22:41

Frauen

Da ich heute bei einer Busfahrt Zeit hatte zum nach denken. Kam mir die Frage was machten die Frauen den ganzen Tag. Ausser das sie sich um Kinder, essen usw beschäftigten hatten sie zB auch "Hobby´s"? Und wie hatten sie es mit der Hygiene und was nutzen oder wie Hand habten sie die Regel :O ? Darüber habe ich noch nicht so viel erfahren können. Ich weiss das es ein Männerkraut und ein Frauenkraut gibt aber für was war das. Und ich muß hier auch mal was los werden, wieso weiss man fast nichts von denn Frauen was sie so taten? Ist es verboten gewesen darüber zu sprechen? Und hatten Frauen auch andere Haarfrisuren, ausser nur lange Haare? ?(

Vielleicht wisst ihr ja ein Buch wo ich alles nach lesen kann. Bitte nur in Deutsch mein Englisch ist nicht so gut. DANKE!!

Liebe Grüße an alle, sanny

2

30.09.2005, 08:50

RE: Frauen

Hallo Sanny, das ist ein Interessantes Thema. Ich werde am Wochenende darüber etwas außführlicher berichten, denn ich muß auf eine Schulung heute und habe da wenig Zeit. Aber eins kann ich Dir schon mal sagen. Es gab auch andere Frisuren, bei den Hopi-Indianern trugen die Frauen geflochtene Zöpfe die zu großen Ringen und Figuren auf dem Kopf gesteckt worden.

Also bis dann und vielleicht weiß ja der ein oder andere noch was.

Grüße von Holger

Ciyo tauka nunpa

unregistriert

3

30.09.2005, 10:09

Plains: Dort gab es auch Frauen-Bünde. Diese wiesen eine ähnliche Struktur wie bei den Männer auf. Meistens beschäftigten sie sich dort mit Handarbeitstechnicken und Heilkunst. So durfte bei den N/D/Lakota noch lang nicht jede Frau quillen. Sie muste einem Bund angehören der sie in die Geheimnise dieser Kunst einweihte (nach der Lehre der Doppel-Frau).
Obwohl sich der hauptsächliche Teil des Tages um den Haushalt drehte (Gerben, nähen usw.) gab es auch gelegenheit für Freizeit. Es sind sehr viele Frauenspiele überliefert bei denen sie sich die Zeit vertrieben.

Hygiene ist ein weites Feld das oft auch in religiöses Gebiet einspielt (z.B. das Verhalten während der Menstruation)

Das Buch der Sioux ist eine super Quelle. Sehr zu empfehlen!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ciyo tauka nunpa« (30.09.2005, 10:58)


NaNa Tza Gaah woo

unregistriert

4

30.09.2005, 19:11

@Sanny
Während die Männer auf die Jagd gingen oder in den Krieg zogen, hatten die Frauen die Aufgabe das dörfliche Leben in Gang zu halten und für den Fortbestand zu sorgen und Mythen und Bräuche zu bewahren. Ihre mühsame Arbeit trug ihnen innerhalb einer indianischen Gruppe bzw. eines Stammes oder über ihn hinaus ein beträchtliches Maß an Achtung ein. Die Frauen bauten bei seßhaften oder für eine bestimmte Zeit an einem Ort lebende Stämme Feldfrüchte an, sammelten Beeren, Nüsse und Gemüse und bereiteten bei Plain-Indianer den Pemmikan. Bisonfelle zu gerben und weiterzubearbeiten - das trifft ebenso auf die der Hirsche und Elche zu - gehörte auch zu ihrem Tätigkeitsfeld wie auch die Herstellung der Kleidung und Mokassins. Dabei konnte eine Frau ein ebenso hohes Ansehen unter ihresgleichen erreichen wie ein tapferer Krieger, wenn sie Kleidungsstücke besonders schön bestickte und die größte Anzahl an Fellen gerbte. Bei den Stämmen des Westens war auch die Korbflechterei Aufgabe der Frauen. Genau wie die Herstellung von Töpferei-Produkten.

Ferner gehörte die Erziehung der Kinder in ihr Aufgabengebiet.

Die Indianerfrauen waren aber weit entfernt ihre Arbeit als Plackerei zu betrachten, sondern führten sie mit gewisser Befriedigung sogar mit fröhlicher Kameradschaft aus, wenn sie gemeinsam zum Beerensuchen oder beim Wurzelgraben unterwegs waren.

Besonders stolz waren die Frauen auf ihre künstlerische Rolle. Geschicklichkeit und Schöpfertum bei Handarbeiten bestimmten den Rang, den sie in einer kleinen Gemeinschaft inne hatte. Das Weben von Decken oder die Herstellung der Tipiauskleidung war auch ihre Arbeit, welches ihr, der Familie und dem Stamm nach außen Ansehen einbrachte. Bei Prärie-Indianern war das Aufstellen und Abbauen der Zelte Frauenarbeit, was für Frauen Schwerstarbeit war. Sie waren auch zuständig für das Heranholen von Brennmaterial. Nicht zu vergessen, ist auch die Zubereitung der Mahlzeiten.

Beim Irokesen-Bund, welcher aus fünf (später sechs) Nationen bestand, besaßen Frauen-Abgeordnete, in einer Art Repräsentantenhaus der einem Senat von 50 Sachem beratend zur Seite stand, einen bestimmten Einfluß. So wie die Männer den Irokesen-Staat nach außen sicherten, so sicherten das auf Mutterfolge und Mutterrecht begründete Clansystem den Irokesenstaat nach innen. Kinder folgten dem Totem der Mutter, Erben des Mannes waren die Kinder seiner älteren Schwester. Familienbesitz blieb Eigentum der Frau. Im kommunalen Bereich waren die Frauen führend. Jeder Clan innerhalb einer Nation wurde von einer Clanmutter (Matrone) geführt. Sie schlug beim Tod eines Sachem den Frauen ihres Clans den Nachfolger vor. Er wurde auch, wenn er sich nicht bewährte, nach dreimailiger Verwarnung der Matrone vom Rat wieder abgewählt.

Auch wenn die Frauen die Basis der Familie waren, die kulturelle Tradition ihres Volkes bewahrten, so konnten sie trotzdem über die Einteilung und Erledigung ihrer Arbeiten selbst bestimmen.

In den Krieg zu ziehen, war Domäne der Männer, aber zuweilen verteidigten die Frauen ihr eigenes Lager oder zogen mit in den Krieg, um für eine Kriegergruppe zu kochen oder auch die Pferde zu bewachen. Manchmal begaben sich die Frauen auch in die Nähe des Schlachtfeldes, um die getöteten Feinde auszuplündern und die Beutestücke ins heimatliche Dorf zu schaffen. Die Frauen der Ute, welche mit in den Krieg zogen, hatten ihren eigenen speziellen Kriegstanz.

Einige wenige Frauen gingen auch auf die Jagd oder zogen in den Krieg. Wenn ein Mann bei den Ojibway tot, abwesend oder auch keine Luste hatte, gingen die Frauen zur Jagd. Schon im Mädchenalter begleiteten sie ihren Vater auf Jagdausflügen. Sioux-Frauen standen ihren Männern auch in der Büffeljagd nicht nach und erlegten ebenfalls ihre Büffel. Bei kriegerischen Auseinandersetzungen töteten Frauen die Feinde und skalpierten sie sogar. Bei den Cherokee - im Südosten - wurden Kriegerinnen in den Frauenrat gewählt, hatten Mitspracherecht über Krieg und Frieden und besaßen eine Stimme, wenn es über das Schicksal eines Gefangenen ging. Die Chiricahua-Apachen besaßen eine Kriegerin mit dem Namen Lozen, die die Schwester eines berühmten Häuptlings war, die als beste Reiterin, Pferderäuberin und Lassowerferin ihres Stammes galt. Man schickte sie auch auf Späherdienste und zog sie im Kriegsrat, wenn es um Strategie ging, hinzu. Woman Chief, eine von den Crow geraubte Gros Ventres, hatte mehr Mut als manch einer der Krieger ihres neuen Stammes.

Andere Frauen die nicht in den Krieg zogen, stattdessen weiterhin den Haushalt führten, die Kinder groß zogen, galten und gelten auch heute noch als lebendes Gedächtnis. Sie bewahrten die Sprachen, die Rituale und Traditionen ihrer Vorfahren, waren stolze Hüterinnen des Glaubens, des Selbstbewußtseins und gaben Kraft der indianischen Kultur.

Text aus http://www.indianerwww.de/hauptsei.htm
gruß Armin

5

01.10.2005, 19:01

Eine Sondersprache für Frauen!

Auch Frauen sollen eine besondere Art zu sprechen gekannt haben. Sie veränderten einfach die Wörter geringfügig. Es ist sicher, daß einige Sämme in Kalifornien zwischen einer Männersprache und einer Frauensprache unterschieden. Die Männer beim Gespräch mit den Frauen nutzten da die Frauensprache. Die Unterschiede waren relativ unbedeutend. Die Frauen benutzten kürzere Wörter. Zum Beispiel das Wort "Jemand" hieß es bei den Frauen ya und bei den Männern yana. Oder "Wasser" hana und die Frauen sagten nur ha.

Bei fast allen Stämmen lag das die Gewalt über Tod oder Leben von Gefangenen bei den Frauen. Frauen hatten das Recht sich von den Gefangenen Sklaven aus zusuchen. Es gab ja auch bei einigen Stämmen den Spießrutenlauf. Da standen Frauen, Kinder und Männer in zwei Reihen mit Knüppeln und Peitschen bewaffnet. Die Gefangenen mußten dort durch die Gasse und wurden verprügelt. Frauen entschieden dann über das entgültige Schiksal der Gefangenen. Frauen die Ihren Mann im Krieg verloren hatten konnten sich unter den Gefangenen auch einen Mann aussuchen. Gefangene Frauen wurden auch als Beute unter den Männern aufgeteilt oder Sklaven bei den Frauen für harte Arbeit genommen. Kinder wurden viel besser behandelt, sie wurden meißtens vom Stamm adoptiert und in dessen Sitten und Bräuchen unterricgtet.

Grüße von Holger ;)

greeneye

Chefin

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Beruf: Chefin und Reich !!!

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6

07.10.2005, 12:26

Hallo Sanny,

gibt ja doch einiges zu berichten über uns Frauen. Die Indianer haben Ihre Frauen besser schätzen gewußt als unsere Gesellschaft in unserem Land heute. Als Frau hat man es da nicht immer leicht.

Grüße von der Chefin Manu

7

07.10.2005, 13:37

RE: Hallo Sanny,

Zitat

Original von greeneye
gibt ja doch einiges zu berichten über uns Frauen. Die Indianer haben Ihre Frauen besser schätzen gewußt als unsere Gesellschaft in unserem Land heute. Als Frau hat man es da nicht immer leicht.

Grüße von der Chefin Manu


stimmt genau

der mit den Bären tanzt

unregistriert

8

15.10.2005, 15:03

Frauen?!

Frauen sind wichtig, es geht nicht ohne den Frauen aber auch nicht mit den Frauen. Aber bis jetzt hatte ich immer viel Spaß mit Ihnen und hoffe sie auch mit mir.

Grüße von Alex

dye
dye
dye
dye