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Caribu Will

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19.08.2008, 11:32

Thema des Monats 09/08 "Räucherwerk"

das räuchern

indianer räuchern schon seit urzeiten, um heilung, visionen und wünsche herbeizuführen.
die indianer setzten den duft von hölzern, harzen und kräutern per rauch frei, indem man sie auf heiße steine oder in die glut legte. die indianer beobachteten, dass der rauch nach oben stieg, dorthin, wo ihrer meinung nach ihr schöpfer wohnte.
so wurde räuchern, eine art "duftende post", mit der man seine wünsche und gebete zum himmel schickte.
sie erkannten auch die gesundheitsfördernde wirkung des räucherns. der duft wirkte auf das gehirn.
die indianer nordamerikas räucherten sehr oft in der schwitzhütte, sie diente der geistigen reinigung. "white sage", eine amerikanische salbeiart, erfrischt den geist und brngt klarheit ins denken. "sagebrush" also salbeibusch nennt man eine amerikanische beifussart, deren duft besonders dazu geeignet sein soll, "böse geister" zu vertreiben. "süßgras" wird zu einem zopf zusammen gebunden, er richt beim räuchern zart nach vanille und soll "gute geister" anziehen.
das räucherwerk wurde aus:
blüten, hölzern, harzen, kräutern, samen und wurzeln gewonnen.
das räucherwerk das sie seit altersher benutzten ist so naturverbunden, es wurde und wird so verwendet, wie es gepflückt wird. dadurch bewahrt es seine gewachsene kraft und kann helfen.

Caribu Will

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19.08.2008, 12:23

Räucherwerk

Sweetgras

es duftet nach vanille, es gedeiht in den prärieebenen der usa, aber auch in kanada und in europa.
die indianer flechteten es aus den langen gräsern zu zöpfen, und lassen es trocknen zum räuchern. süßgras verströmt einen angenehmen duft, der nach vanille und waldmeister richt und an frisch gemähtes gras erinnert. es wird von indianern zur schwitzhüttenzeremonie und verschiedenen reinigungszeremonien verwendet.
auch für eine tabacmischung für die heilige pfeifenzeremonie wird es gebraucht. in der indianischen tratition heißt es, gute geister lieben den duft von sweetgras. in zeremonien, die zur heilung dienen, in eine positive verbindung von lehrer und lehrling schaffen soll, zum reinigen eines platzes, zur visionssuche und für vieles mehr, wird der süße und angenehme duft von swettgras geschätzt.
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19.08.2008, 18:52

Räucherwerk

Salbei - White Sage

tratitionell wird zuerst mit salbei geräuchert, um einen platz grob zu reinigen, denn salbei macht die "bösen geister" krank.
salbei ist bestandteil der so genannten "Smudge Stiks", kräuterbündel, die an einem ende angezündet werden, die flamme wird dann ausgeblasen und der glut wird luft zugefächert.
der rauch ist harzig- aromatisch, er bringt klarheit, neutralität und sauberkeit. er wird benutzt für schwitzhüttenzeremonien und anderen rituellen festen. salbeiräucherungen sind besonders geeignet zur spirituellen reinigung von räumen, gegenständen und natürlich zur reinigung von sich selbst.
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20.08.2008, 11:59

Räucherwerk

Adlerholz


es ist eine sehr seltene und teure holzart, statt adlerholz wird oft der mexikanische balsamstrauch genommen.
das geräucherte adlerholz entfaltet einen zarten rauch mit einem tiefen wohlgeruch, der an ambra erinnerd, zitronig, tief, waldig und leicht süss sein kann.
der edle duft dieses holzes entsteht erst im zerfallsprozess, wenn es von einer pilzart befallen wird.
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wanagi ska

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20.08.2008, 12:47

Lakota verwenden sehr häufig Sage zum Räuchern in ihren Zeremonien, da der Geruch des glimmenden Sage den für die Spirits nicht sehr angenehmen (eher abstoßenden) menschlichen Geruch übertüncht.
(Daher auch der Sagezweig hinterm Ohr bei Ceremonies)

Außerdem wirkt der Sagegeruch anziehend auf die Spirits.


Wanagi Ska.

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21.08.2008, 11:15

Räucherwerk

Palo Santo

beim räuchern werden späne des holzes entzündet, die flamme wird ausgewedelt, nicht ausgeblasen, und mit dem glühenden span geräuchert.
das holz kann mehrfach entzündet werden.
dem palo santo werden große heilkräfte und das vertreiben böser geister und negativer energien nachgesagt. bösse geister scheuen den charakteristischen duft des harzes, gute geister zieht er an.
bei den indianern geht das räuchern mit palo santo auf eine jahrtausende alte tratition zurück.
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22.08.2008, 10:02

Räucherwerk

Red Cedar -- amerikanisches Zedernholz

es riecht beim räuchern holzig, süss- balsamisch und leicht kampfrig.
indianer verwendeten die zeder bei infektionen, rheumatismus, arthritis, broncitis und hautausschlag.
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23.08.2008, 11:43

Räucherwerk

Gujak Holz

das gujakholz hat bis heute in der indianischen medizin einen wichtigen platz als räucherstoff.
es wirkt beruhigend und öffnend. bei den indianern wurde es zu medizinischen und rituellen zwecken verwendet. gujakholz duftet weich vanillig.
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23.08.2008, 18:51

Räucherwerk

Grey Sage -- Wüstenbeifuß

wüstenbeifuß findet bei den indianern seinen einsatz in der schwitzhütte und anderen zeremonien, wie der spirituellen reinigung, der vertreibung von krankheiten und negativen kräften.
die hergestellten "smudge-bündel" sollten über einer mit sand gefüllten schalle entzündet werden. durch zufächeln von luft, wird rauch erzeugt, der zum reinigen des körpers,der wohnung und zum heilen benutzt wird. nach der räucherung wird das bündel mit dem sand gelöscht und für eine spätere anwendung aufbewahrt.
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24.08.2008, 06:08

Tolles Thema Caribu !

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24.08.2008, 11:08

Räucherwerk

Holunderblüten


zum räuchern von holunderblüten verwendet man die getrockneten blüten. sie verströmen einen feinen, warmen und honigartigen rauch. beim räuchern lässt er den richtigen zeitpunkt erkennen.
eine holunderräucherung ist zum reinigen für ein neues haus, für amulette, talismane und heilgegenstände zum segnen.
bei heilritualen wurde das räuchern des holunderbastes (innerer teil des holunderholzes) verwendet.
er läßt sich gut mit wacholder und fichtenharz mischen.
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25.08.2008, 17:45

Räucherwerk

Kiefernharz

der rauch von kiefernharz gilt als herzstärkend, durchblutungsfördernd und antiseptisch.
räucherungen wirken wärmend und stärkend, um die lunge zu schützen und um schwächliche kinder zu stärken. die räucherung von kiefernharz vertreibt trauer und melancholie.
der duft ist harzig - süss und zitronig.
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Kiowa_Reenactor

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13

25.08.2008, 22:25

klasse beiträge caribu will
auch dir wanagi ska,dank für deinen kommentar zu den zweig hinterm ohr,wußte ich auch nicht

hugo

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14

26.08.2008, 08:12

Sekoh Willfried

das sind super Beiträge und ein beachtliches Wissen!

Vielen Dank!

Grüße von Hugo
FREUNDE sind wie STERNE am Himmel.
Oft kann man sie nicht SEHEN, aber es ist gut zu WISSEN,
dass es sie GIBT.

Tabloka

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26.08.2008, 08:45

was man über das Smudgen (Räuchern) wissen sollte,


NEUES UND ALTES ZUM THEMA SMUDGEN :
Unsere Großeltern haben uns gelehrt, dass, bevor eine Person geheilt werden kann, diese und deren Heiler , sich von allen schlechten Gefühle, negativen Gedanken, bösen Geistern oder negativen Energien reinigen müssen. Diese Reinigung soll sowohl körperlich als auch geistig stattfinden.
Diese Reinigung öffnet den Weg des Heilungsprozesses und macht ihn frei von negativen Einflüssen der an der Heilung beteiligten Personen.
Die Alten sagen, dass alle Zeremonien, seien sie privater Natur oder auf Stammesebene, mit einem gutem Herzen begangen werden müssen. So kann der Weg in die heilige Region durch Beten und Singen in einer heiligen Weise begangen und von den Spirits unterstützt werden.
Hierfür nutzen die Urvölker auf der ganzen Welt Kräuter.
Eine übliche Zeremonie ist es, den Rauch brennender Kräuter in den Händen zu reiben und ihn über den Körper zu streichen.
Dieses wird in heutzutage gemeinhin als „smudging“ bezeichnet.
Die häufigst, im Nordwesten Amerikas verwendeten Kräuter für das „smudgen“ sind ( sage ) Salbei, ( cedar ) Zeder und (sweetgrass )Süssgras.


SAGE :

Es gibt viele Sorten von Salbei, und die meisten werden zum „smudgen“ benutzt.
Der botanische Name des „richtigen“ Salbeis ist Salvia . Beispiele hierfür sind Salvia officinalis – Garten Salbei, oder Salvia apiana, der Weiße Salbei .
Es ist interessant festzustellen, dass der Name Salvia sich von seiner lateinischen Wurzel her von salvare ableitet, was soviel wie „ zu heilen“ bedeutet.
Für den Namensgebrauch sage gibt es auch Sorten, welche sich nicht von der Art Salvia ableiten, sondern von der Art Artemusia – sagebrush. Ein Inbegriff für sagebrush sind Artimisia carlifornia und mugwort ( Artimisia vulgaris – Beifuß ).
So kann man beobachten, dass beide sage - Sorten, Salvia-, wie Artemisia – Arten, zum „smudgen“ verwendet werden.
Sage wird in Räucherungs – Zeremonien dafür genutzt, hinderliche Einflüsse und Gefühle zu beseitigen und den Bereich der Zeremonie von unguten Geistern zu befreien.
Bei den Plains Nationen ist es üblich den Boden der Schwitzhütte mit sage auszulegen. Die Teilnehmer der sweat reiben damit ihren Körper ein, während er schwitzt.
Sage wird ebenfalls dazu genutzt den Platz oder Altar der Schwitzhütte auszulegen, an dem die heilige Pfeife die Erde berührt.
Einige Nationen wickeln ihre Pfeifen in sage ein, bevor sie sie im Pfeifenbeutel verstauen, ebenso wie sie es mit anderen zu reinigenden Objekten tun.
Sagekränze werden auch von Sonnentänzern auf dem Kopf und um Fuß – und Handgelenke getragen.


CEDAR :

Es gibt einige Verwirrung über den verwendeten Begriff “cedar”. Vor allem, weil in einigen Gegenden der Wachholder als Zeder bekannt ist. Genannt sei hier der weiße Wüsten Zeder ( Juniperus monosperina ).
Dies heißt nicht, dass Juniperus monosperima nicht ein reinigendes Kraut sei, zumal im Osten der USA Eastern Red Cedar
( Juniperus virginia ) zeremoniell genutzt wird.
Wo immer wir „smudging“ Zeremonien mit Cedar beobachten, wird Western Red Cedar ( Thuja occidentalis ) und karlifornischer Cedar
( Libocedrus descurrens ) verwendet und nicht Juniperus.
Cedar wird während lauter oder leiser Gebete geräuchert. Die Gebete steigen mit dem Rauch auf und erreichen so den Schöpfer.
Bei einigen Stämmen wird Cedar auch dazu genutzt den Boden der Schwitzhütte auszulegen.
Wieder bei anderen Stämmen des Nordwestens wird der Rauch des Cedars in der House Blessing Ceremony zur Reinigung der Raumluft benutzt.
In der Gegend des pazifischen Nordwestens räuchern die Menschen des Öfteren den Cedar in der gleichen Weise wie den sage – auch er bringt Befreiung von negativ energetisierenden Wirkungen, bringt aber auch gute atmosphärische Einflüsse.
Der Pflanzengeist des Cedar gilt bei den Plains Indianern als sehr alt und weise, so werden alte in die Jahre gekommene Cedar ( Thuja - ) Bäume oft mit Opfergaben und Gebeten geehrt.


SWEETGRASS :

Eine der heiligsten Pflanzen für die Plains-Indianer ist sweetgrass,ein hohes Wildgras mit rötlichem Stengelgrund und und parfümartigem süßlich, erdigen Geruch.
Es wächst vor allem auf der Ostseite der Rocky Mountains in Montana und dem angrenzenden Alberta, Kanada.
Es zeigt sich auch in einigen kleinen Gebieten von Wyoming und Süd-Dakota.
Sein botanischer Name ist Hierochloe odorata.
Einige gemeinsamen Namen für ihn sind Seneca Gras, heiliges Gras und Vanille Gras.
Uns wurde erklärt, dass eine Vielzahl von Vanille Gras in Nord-Zentral-Kalifornien wächst.
Aber, wie ähnlich es der Plains Vielfalt ist, können wir nicht sagen.
In den Plains, wird sweetgrass in der Regel zu einem Zopf geflochten, so wie einer Person die Haare geflochten werden. Obwohl Freunde sagten uns, sie hätten es auch schon einfach gebündelte in Tuch eingewickelt gesehen.
So oder so, wird es ist in der Regel in Form kleiner Abschnitte auf heißer Holzkohle verbrannt, oder es ässt sich der Rauch des glühenden Endstücks durch wedeln des Zopfes in der Luft verteilen.
Uns wurde gelehrt, dass letztere Methode geeignet ist alle Teile der Schwitzhütte zur Zeremonie vorzubereiten.
Wir wurden darüber unterrichtet, dass es gut wäre sweetgrass zu benutzen nachdem mit sage oder cedar die schlechten Einflüsse vertrieben wurden.
Sweetgrass bringt gute Stimmungen und Einflüsse herbei.
Wie beim Zeder, sendet der Betende seine Gebete vermittels des Rauchs an den Schöpfer.
High Hollow Horn sagt in „The Sacred Pipe“ „Der Rauch des sweetgrass steigt bis zu ihnen auf und verbreitet sich über das ganze Universum. Sein Duft wird von den Geflügelten aufgenommen und an die vier Richtungen und die zwei Richtungen weitervermittelt, damit sie erkennen, dass wir in unserer unschuldigen Einfachheit Brüder sind, die man nicht zu fürchtet braucht!
Sweetgrass wird auch als Medizin zusammen mit Salbei in den Pfeifenbeutel getan um die heiligen Objekte in ihm zu reinigen und zu schützen.
In der heutigen Zeit ist sweetgras sehr selten geworden, es wurde durch Rinderhaltung und Weizenabau in deren Ursprungsregionen arg dezimiert. Indianer und Traditionalisten versuchen die letzten in den nördlichen Plains verbliebenen Flächen zu erhalten.
Für die meisten Leute ist der beste Weg sweetgrass zu bekommen, der, über den Kauf in einer der Native American Filialen.
Dies bietet den Indianern Unterstützung und hilft ihnen bei der Erhaltung der Felder.


LG Tabloka
Den Fortschritt verdanken wir den Nörglern, Zufriedene Menschen wünschen keine Veränderung

Caribu Will

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26.08.2008, 10:35

Räucherwerk

Perubalsam


bei den indianern wurde das baumharz zum räuchern zur förderung der kreativität, phantasie und der träume. er wirkt wärmend und einhüllend und duftet süßlich warm, vanillig und nach kakao.
am besten wirkt er direkt auf die räucherkohle getropft. der rauch des balsams reitz die atemwege und zum husten.
der perubalsam wurde früher zur ahnenräucherung genommen, er bietet trost, geborgenheit und schutz, bei verlust eines menschen. der rauch dient als brücke zum jenseits.
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27.08.2008, 11:29

Räucherwerk

Damiana Kraut

damianas räucherduft ist grün-kräutrig und süßlich, es wirkt stimulierend und entkrampfend.
bei den indianern wurde es bei asthma geräuchert. damiana wurde wahrscheinlich bereits in prähistorischer zeit verwendet.
bei räucherungen wird es oft mit harzen wie styrax und copal vermischt. es entfaltet einen sehr angenehmen kräutrigen, süßen duft.
damiana soll auch eine sehr erotisierende wirkung haben.
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hugo

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27.08.2008, 11:45

RE: Räucherwerk "Perubalsam"

Perubalsam kenne ich auch, der hat einen schokoladigen geruch, sehr angenehm. Ich habe Ihn für meine Sittiche verwendet. Es gibt eine kleine Milbe, die um den Schnabel, Nase (Wachshaut) und Beine eine Art Nest baut. Dieses sieht aus wie ein kleiner Schwamm und ist aber hart. Darin leben die Milben und vermehren sich, dabei bauen sie ihr Nest immer weiter aus. Die Folge ist, der Vogel stirbt, weil er keine Luft mehr bekommt oder nicht mehr fressen kann. Mit dem Perubalsam streicht man die betroffenen Stellen ein, dadurch sterben dann die Milben ab und das Nest fällt ab!

Grüße von Hugo
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hexlein

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27.08.2008, 19:30

Das ist doch mal ein Thema für kleine Kräuterhexen wie mich. :D

Danke für eure ausführlichen Berichte. Natürlich habe ich auch Räucherkram hier rumliegen. Mariengras habe ich im Garten (habe ja schon reichlich geerntet dieses Jahr), Sage säe ich noch aus.
Ich mische beides manchmal noch mit Tabak oder Zedernholz .

LG hexlein
hex hex

Stepha3nie

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27.08.2008, 20:08

Schoenes Thema. Vielen Dank fuer die informativen Beitraege.

Nur eine kleine Bitte - koennte man vielleicht noch Information hinzufuegen ueber die Region wo die jeweiligen Raeucherwerke verwendet wurden oder die Gruppen, die sie verwendet haben?

Momentan klingt es ein wenig so, als wuerde alles ueberall verwendet.

Gerade bei weniger bekanntem Raeucherwerk waere es hilfreich, wenn man es kulturell oder regional etwas besser einordnen koennte.

Ich meine jetzt nicht Sage, Salbei oder Suessgras. ;)

Ok, Perubalsam laesst auf ein bestimmtes Land in Suedamerika schliessen. ;)
Aber was ist mit Damiana Kraut, Holunderblueten, Harzen, den diversen Holzarten?

Holunderblueten kannte ich bisher eher als Grundlage fuer diverse Getraenke (nicht unbedingt Native - aber Elderflower Wine ist echt lecker). Interessant, dass damit auch gerauchert wird.

dye
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dye
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