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Caribu Will

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01.11.2006, 07:29

Thema des Monats 11/ 2006 "Der Bison"

" Der Bison "

in dem thema dieses monat`s möchten wir den "Büffel", als größtes nordamerikanisches landsäugetier in den mittelpunkt stellen.
der bulle wird, mit dem 50cm langen schwanz, der noch eine 15cm lange haarquaste hat, etwa 3,65 meter lang. die widerrist höhe beträgt bis zu 1,90 m und die rückenhöhe des kreuzes bis zu 1,60m. das gewicht des bison schwankt zwischen 700 und 1000 kg. der waldbison bildet eine etwas größere, dunklere unterart mit schlankeren hörnern.
am vorderkörper ist das fell des bisons büschel- und mähnenartig verlängert. der extrem lange winterpelz von dunkel- bis schwarzbrauner farbe wird im frühling in großen büscheln abgestoßen.
der bison lebt in großen herden, die sich früher zur zeit der frühjahrs- und herbstwanderung zu riesigen herden zusammenschlossen. zwar zog die menge der bison im herbst nach süden, aber vereinzelte blieben in kleinen herden den winter über in den wäldern des nordens zurück und wurden eine willkommene jagdbeute der indianer.
der bison hatte für die indianer eine große bedeutung, denn er lieferte fast alles, was sie zum leben brauchten. er bildete die lebensgrundlage der prärieindianer.



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2

01.11.2006, 09:43

Der Büffel - Materiallieferant für die Indianer

Jagd bei den Indianern war immer eine Aufgabe, die den ganzen Stamm beschäftigte. Der Büffel lieferte den Plainsindianern alles, was sie zum Leben benötigten: Fleisch zum Essen und Trocknen für die Zeiten, wenn die Büffel aus der direkten Umgebung wegzogen, Leder für Kleidung, Transporttaschen, Kochutensilien und Zelte, Knochen für Werkzeuge, Löffel, Schmuck und andere Zwecke.
Daher arbeiteten bei den Stämmen dieser Region alle Mitglieder zusammen, um die erlegten Büffel zu verwerten. Die Aufgabe der kräftigen Männer des Stammes war die Jagd. Frauen und Kinder gerbten die Haut, trockneten oder räucherten das Fleisch für den späteren Verbrauch, fertigten Kleider, Zelte und Tragetaschen. Die alten Männer zerlegten die erlegten Büffel, häuteten sie und zerteilten das Fleisch in leicht zu handhabende Stücke.
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Caribu Will

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01.11.2006, 18:21

RE: Thema des Monats 11/ 2006

Die Bisonjagd Teil 1

die prärie längs des mississipi und westwärts bis zu den rocky mountains war reich an bisons, die auch in kentucky und indiana vorkamen. eine indianerstamm mit etwa 100 menschen konnte mit 4 bisons pro monat ausreichend versorgt werden.
die prärie- stämme schlugen ihr lager im bisonland stets an fluß- oder seeufern auf.da die bisons ringsum in großen herden grasten, konnten die jäger in gruppen arbeiten. bevor die indianer pferde und feuerwaffen hatten, mußten sie die bisons zu fuß und mit pfeil und bogen jagen. da die mächtigen tiere sowohl sehr vorsichtig als auch kampfeslustig waren, konnte es sehr gefährlich werden.
die jäger pirschten sich in übergestülpten wolfsfellen an die grasende herde an, um plötzlich aufzuspringen und durch gezielte bogenschüsse die nötigen tiere zu erlegen. diese art der jagd, gelang nur bei großen herden, die sich nicht vor einigen wölfen fürchteten. bei kleinen herden krochen die jäger unter ein bisonfell und näherten sich der herde.
eine weniger gefährliche methode war das treiben, die jäger stürmten in einer kette mit geschrei und heftigem schwenken von fellen auf die herde zu und trieben sie über eine klippe oder in die sümpfe. mitunter wurden auch grasbrände entfacht um sie über schroffe abhänge zu treiben. nachdem die tiere tot waren, begannen die frauen, mädchen und gefangene des stammes die getöteten tiere abzuhäuten und zu zerlegen.



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02.11.2006, 08:42

RE: Thema des Monats 11/ 2006

Die Bisonjagd Teil 2

die jagdarten änderten sich, als die indianer der prärien pferde besaßen. nach einem oft stunden dauernden büffeltanz galoppierten die jäger auf ihren ausdauernden, flinken und zur bisonjagd abgerichteten pferden mit dem wind der grasenden herde entgegen. die bisons ergriffen sofort die flucht, da sie eine gute witterung haben, vor den nun berittenen feinden. hierauf trennten die jäger einige ausgesuchte bisonkühe von der herde ab und stießen ihnen ausnächster nähe die lanze ins herz oder schossen ihre pfeile ab.
ungefährlich war auch diese neue art der bisonjagd nicht, denn oft griffen wütende bullen, die ihren kühen gefolgt waren, die reiter an. ab und zu gelang es einem der mächtigen tiere, ein pferd zu überrennen und einen gestürzten reiter zu zertrammpeln oder auf die hörner zu nehmen, bevor er sich in sicherheit bringen konnte. einen bisonbullen anzugreifen vermieten die indianer deshalb nach möglichkeit. manchmal trieben berittene jäger auch eine kleine herde in einen getarnten pferch, wo dann die notwendige anzahl der bison mit pfeil und bogen von den bereitstehenden jägern erlegt wurde.
im winter zogen die indianer nach dem schneeschuhtanz auf diesen einfachen und doch so genialen fortbewegungsmitteln auf die jagd. es dauerte oft viele stunden, bis sie, meist in kleinen wäldern, auf eine kleine herde stießen, die den zug nach süden nicht mitgemacht hatten, oder auf waldbisons. geschickt trieben die jäger auf ihren schneeschuhen einige dieser mächtigen tiere in das offene gelände, wo sie durch den tiefen schnee an einer raschen flucht gehindert wurden und mit lanze und pfeil erlegt werden konnten.
ein bison lieferte zirka zehn mal soviel fleisch wie ein hirsch, er lieferte etwa 500 kg fleisch.


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03.11.2006, 07:24

RE: Thema des Monats 11/ 2006

Die Fortpflanzung / Junge Bisons

in der fortpflanzungszeit im august bilden sich gruppen in der herde. die bisonkühe sind bis zu 8 tagen paarungsbereit. bisonkühe gebären zumeist nur ein jungtier nach neun monaten.
die jungen sind bald in der lage der mutter zu folgen, sie sind also typische nestflüchter. sie werden 6 bis 12 monate gestillt. mit 3 jahren sind die jungtiere geschlechtsreif.
bisons haben eine lebensdauer von ca. 20 jahren. in ihrer umgebung kennen sie keine natürlichen feinde.

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Kiowa_Reenactor

unregistriert

6

03.11.2006, 12:06

Erst als die Weißen auf den Plains erschienen, wurde die Büffeljagd zum Sport. Adlige aus Europa, Sportsleute, Abenteurer und sogar Frauen kamen in den Westen, um Bisons zu schießen. Als der Westen des nordamerikanischen Kontinents noch nicht zu Kanada oder den USA gehörte, durchzogen riesige Büffelherden diese Region.
Mit dem Bau der Eisenbahn durch den amerikanischen Kontinent wurden diese Gebiete leichter zugänglich. In den USA konnte man für zehn Dollar ein Ticket für eine Reise zu den Jagdgründen und zurück erstehen. Die Werbung für einen solchen Jagdausflug am 27. Oktober 1868 stellte fest, dass die letzte Jagdgruppe innerhalb von sechs Stunden 20 Büffel erlegt hatte. Die Tiere waren manchmal so zahlreich, dass sie häufig von den Eisenbahnwagen aus geschossen wurden. In solchen Fällen hielt der Zug lange genug an, damit die Passagiere aussteigen konnten, ihre Jagdbeute untersuchen konnten und die Zunge oder einen Teil der Lende herausschneiden konnten.
Erst dachten die Konstrukteure der Eisenbahn, dass ihre Züge durch die Büffelherden hindurchfahren konnten, aber einige Experimente zeigten bald, dass die Loks den dichten Viehmassen nicht gewachsen waren. Zweimal innerhalb einer Woche wurden Lokomotiven von den Büffelherden aus den Gleisen geworfen. Manchmal musste ein Zug stundenlang in der Prärie warten, bis die gewaltigen Tierherden vorbeigezogen waren.
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Kiowa_Reenactor

unregistriert

7

03.11.2006, 13:31

hier noch ein paar nicht so schöne bilder von den jagdzügen der weißen für die company`s
hier bekommt man auch mal den eindruck was kommerz eigentlich bedeutet
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hugo

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03.11.2006, 13:45

Sekoh liebe Gäste und Freunde,

teilweise erschreckende Bilder die man da sieht! Aber es gibt auch schöne Bilder aus der heutigen Zeit! Ein Freund aus den USA schickte mir dieses Bild. Es stammt aus Texas aus einer Büffel-Zuchtfarm!

Liebe Grüße von Hugo
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FREUNDE sind wie STERNE am Himmel.
Oft kann man sie nicht SEHEN, aber es ist gut zu WISSEN,
dass es sie GIBT.

9

03.11.2006, 14:10

Tja Kio, und die Weißen waren auch noch stolz darauf. Viele haben daraus leider nicht gelernt. Das Schlachten der Trophäen wegen gibt es ja leider immer noch.
Ich erinnere mich an einen Bericht bei dem es darum ging, Wildtiere zu züchten um dann den Reichen und Großkopferten die (entweder an Menschen gewöhnt, auf kleinen Arealen eingesperrten oder aber sedierten) Tiere zum Abschuß frei zu geben. Sowas finde ich mehr als ekelig. (passende Worte fehlen mir)

Nuumu

Kiowa_Reenactor

unregistriert

10

03.11.2006, 14:39

leider meine freunde gibt es auch diese schrecklichen bilder, aber schuld sind nicht die einwanderer sondern die die nach gewinn,profit und erträge trachteten. wenn man die zeit zurückdreht und bedenkt warum diese leute aus ihrem damaligen dasein ausgewandert sind,dann versteht man auch das alle nur leben und überleben wollten. die zeit war nun mal eine andere,heutzutage ist es nur noch aus gier,langeweile wenn man exoten jagd.
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03.11.2006, 17:47

Die Bearbeitung der Bisonfelle

die bearbeitung der bisonfelle wurde in der nähe der tipis durchgeführt. das fell wurde mit der haarseite nach unten auf den boden gelegt und mit holzpflöcken befestigt. bei einer anderen verarbeitung wurde das fell in einen hölzernen rahmen gespannt. mit dem knochenschaber, der eine knieförmige form hatte, in die oft eine eisenklingeeingelassen war, wurde das fell gereinigt von fett- und fleischresten. die haut wurde dann mit warmen wasser begoßen und in der sonne trocknen lassen. dieser wässerungs- und trocknungsvorgang wiederholte sich mehrmals.
benötigte man nicht das fell als decke, sondern das leder zur herstellung von kleidungsstücken oder der zu vielen zwecken verwendeten beutel und taschen, mußte die haarseite genauso bearbeitet werden. um das leder geschmeidig und weich zu machen, wurde es mit steinen oder dem handballen mit hirn, fett und leber eingerieben und anschließend mit kantigen steinen geschlagen und über stöcke gewalkt.

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04.11.2006, 09:22

Die Verwertung des Bison

das allzwecktier für die indianer war der bison. die teile die nicht gegessen wurden, konnten sie auf andere weise verwenden.

Das Bisonfell

aus dem bison fell wurden als bekleidungsgegenstände umhänge, mützen mit ohrenklappen, fausthandschuhe, mäntel und caps hergestellt.
etwas sehr angenehmes, war es das bisonfell als bettdecke zu benutzen.

Das Leder

aus dem leder des bisons wurden kleider, hemden, leggins, mokassins und lendenschurze hergestellt. für das reiten wurden daraus pferdedecken, traglastgurte, sattelpolsterüberzüge und satteldecken herhestellt. auch die leichentücher wurden aus leder hergestellt.


Kalbsleder

aus dem kalbsleder wurden unterkleidung, tabaksbeutel und ballüberzüge hergestellt.


Rohhautleder

daraus wurden cache- abdeckungen, medizinkästen, truhen, packtaschen, sattelbespannungen, zaumzeug, lassos, travois- gurte, stangengurte, wassertzröge, schneeschuhe und einfache und doppelte satteltaschen gemacht. desweiteren wurden griffe für fleischklopfer, hammergriffe, messerscheiden, überzüge für streitkeulen, rasseln und bespannungen für lacrosse- schläger.

teil 2 folgt

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05.11.2006, 09:39

Die Verwertung des Bison
Teil 2

Rohhautleder des Bullen

mokassinsohlen, gürtel


Rohleder vom Nacken des Bullen

schilde


Haare

kopfschmuck- verzierungen, tipi- verzierungen, zügel, verzierung für keulen und ballfüllungen


Hörner

kopfschmuck, löffel,becher, schöpflöffel, federglätter und pulverhörner und hondo-ringe


Kuhleder

tipi- bespannungen, tipi- türklappen, tipi- auskleidungen, flöße, pferdemasken,


Leder von ungeborenen Kälbern

beerenbeutel, nabelschnurbehälter


Schwänze

tipi- verzierungen, fliegenklatsche


Höcker

pfeilausrichter


Gehirn, Fett, Leber

seife, gerbmittel,


Hüftknochen, Schulterblatt

farbpinsel, hacken


Hufe

leim, rasseln


Knochen, Schädel

messer, nähnadel, haurschaber, werkzeug zum enthaaren, pfeilspitzen, sonnentanz- altäre, würfel und eiskufen für schlittschuhe


Rauhe Seite der Zunge

haarbürste


Sehnen

befestigungsmaterial, nähfäden


Magen

kochtöpfe, wassereimer


Mist

brennmaterial


an dieser aufstellung sieht man wie groß die verwertung des bison für die indianer war.

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hugo

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05.11.2006, 18:34

Sekoh liebe Gäste und Freunde,

Im Woodland gab es auch Büffel, diese waren sogar viel größer ais die Büffel der Prärie!

Der Waldbison war einst in den Wäldern des nordwestlichen Kanadas verbreitet. Man schätzt, dass die ursprüngliche Gesamtpopulation mindestens 150.000 Tiere umfasste. Mit dem Vordringen der Europäer in Nordamerika ab dem 17. Jahrhundert wurden die Bestände jedoch immer mehr vermindert, denn die weissen Einwanderer wußten das schmackhafte Fleisch und strapazierfähige Leder sehr zu schätzen.
1894 waren die arglosen Fresser bis auf einen Rest von etwa 300 Tiere ausgerottet. Dieser Bestand lebte in einer abgeschiedenen Gegend zwischen dem Athabasca-See im Süden und dem großen Sklavensee im Norden- und wurde im letzten Moment gerettet, indem die Art unter strikten Jagdschutz gestellt und das Gebiet zum „Wood-Buffalo-Nationalpark“ erklärt wurde.Ab 1940 galt der Waldbison dennoch als ausgestorben! Groß war deshalb die Überraschung, als 1957 ein junger kanadischer Biologe in einem zugänglichen Teil des „Wood-Buffalo-Nationalparks“ eine kleine Herde reinrassiger Waldbisons entdeckte. Inzwischen hat sich der Bestand wieder gut entwickelt, mehrere kleine Gruppen sind auf andere Schutzgebiete verteilt worden.
Der Bestand heute ca. 2.000 Tiere

Grüße von Hugo
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06.11.2006, 07:55

RE: Sekoh liebe Gäste und Freunde,

Der Büffeltanz

der büffel- oder bisontanz war eine heilige handlung bei den meisten stämmen der prärie. sie hatte den zweck, die bisonherden von ihren wanderwegen in die nähe der lager zu locken. sehr ausgeprägt war dieser tanz bei den mandan. konnten die jäger auf ihren streifzügen keine beute erlegen und nach hause bringen, wurden die schamanen und häuptlinge davon unterrichtet. sie ordneten in einer feierlichen ratsversammlung den büffeltanz an. durch den ausrufer ließ der häuptling seine verfügung verkünden und der büffeltanz konnte beginnen.
in der dorfmitte trafen sich die gruppen von 10 bis 15 männern, die den tanz aufführten. jeder der männer trug eine maske, einen bisonkopf mit hörnern, seinen besten bogen oder jagdspeer, die waffen die er bei der jagd benutzte. nun wurde die trommel geschlagen, die rassel geschüttelt, lieder gesungen und schrille schreie ausgestoßen.sobald ein krieger ermüdet den ring der tänzer verließ, ersetzte ihn sofort einer der zuschauer, die mit masken und waffen bereitstanden. tag und nacht mußte der büffeltanz ohne pause aufgeführt werden, damit er den erwünschten erfolg hatte.
auf den hügeln in sichtweite des dorfes, standen während des tanzes, späher, die beim nahen der bisonherde ihre büffelmäntel in die luft warfen. dieses zeichen wurde im dorf bemerkt, und dankesrufe ertönten beim empfang der guten botschaft, zu ehren der schamanen, tänzer und des großen geistes. sofort brachen die krieger zur jagd auf. nach der erfolgreichen jagd wurden die besten fleischstücke dem großen geist geopfert. zum abschluß der jagd wurde ein großer schmaus im überfluß abgehalten.


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hugo

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06.11.2006, 11:24

Hallo Walter,

das sind wieder schöne Bilder! Warst Du vor oder hinter den Zäunen? :D ?( :D

Grüße von Hugo
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06.11.2006, 13:18

hallo nachtfalke,

du hast wieder deinem ruf als unser "Meisterfotograf" alle ehre gemacht.

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06.11.2006, 14:13

Hallo nachtfalke,

Dankeschön, für dass reinstellen der Bilder.
Für mich ist dieses Tier ein "gewaltiges" und habe davor sehr viel Respekt.

Möchte dir aber Caribu Will auch ein Dankeschön aussprechen, es sind immer sehr Klasse Beiträge. :)

LG
FeelingCrowWoman ;)



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und Respekt entgegen zubringen

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06.11.2006, 17:51

Das heilige Bisonfell

bisonfellbemalungen wurden von müttern, traditionell anläßlich der namensgebung eines neugeborenen angefertigt. wurden die zeichnungen von einer frau auf das fell gemalt, so wenden sich ihre gedanken an " Wakan Tanka ", um ihn um schutz für sich und das kind zu bitten.
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07.11.2006, 09:00

Der Bison als Nahrungsmittel

der bison war das wichtigste nahrungsmittel der plains-indianer. nach erfolgreicher jagd, wurde der bison in großen fleischstücken am bratspieß gebraten. wenn es reichlich nahrung gab, gab es am tag drei mahlzeiten. vom bison wurde nichts verschwendet. selbst die knochen wurden zertrümmert, um an das knochenmark zu kommen. auch die därme wurden als wursthäute verwendet und mit fleischstreifen und markfett gefüllt.
selbst eintopf wurde gelegentlich aus bisonfleisch gekocht. sie nahmen ein stück haut oder bisonmagen, banden es an vier stangen und füllten es mit wasser, fleisch und wildwachsendem gemüse. dann warfen sie im feuer erhitzte steine in den beutel, um das wasser zum kochen zu bringen. die nahrung der indianer war trotz ihre anspruchslosen lebensweise sehr abwechslungsreich.
für monate wo fleisch, gemüse und obst nicht so reichlich vorhanden war, wurde bisonfleisch konserviert. man schnitt dünne streifen des fleisches, legte es auf ein holzgestell und trocknete es an der luft. das getrocknete fleisch wurde mit einem fleischhammer zerschlagen und danach in einem mörser pulverisiert. dann wurde das pulverisierte dörrfleisch mit getrockneten beeren und fett vermischt und in bemalte rohhauttaschen, in parfleches,gefüllt.das so hergestellte "Pemmikan" war sehr proteinreich und konnte als nahrung sehr lange, mehrere monate, aufbewahrt werden. es war für die wintermonate bestimmt. bei der essenszubereitung wurde das pemmikan in einer bisonleder-schüssel mittels heißer steine gekocht.
von einigen stämmen der prärie wurden zur konservierung von lebensmitteln krugförmige erdgruben benutzt, wo fleisch, obst, mais und gemüse für die wintermonate eingelagert wurde.

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